Ingenieur aus Leidenschaft

Schnittstelle zwischen OEM und Flugzeugbetreiber

Der Experte für Verbundwerkstoffe

Als Senior Engineer für Flugzeugstrukturen ist Thorsten Koch die zentrale Schnittstelle zwischen Hersteller, Wartungsbetrieb und Flugzeugbetreiber. Dank seines umfassenden Know-hows stellt er einen reibungslosen Austausch zwischen diesen Parteien sicher und entwickelt wirtschaftlich sinnvolle Lösungen.


Thorsten Koch erläutert ein Prüfgerät zur Detektion von Delaminationen oder Stringerablösungen an CFK-Strukturen des Airbus A350 – ein noch vergleichsweise neues Verfahren für Flugzeugmechaniker im Vorfeldbetrieb.

Probleme frühzeitig erkennen

Thorsten Koch bezeichnet sich selbst als „Ingenieur aus Leidenschaft“. Und wenn er spricht, spürt man sofort, wie sehr er seine Tätigkeit als Senior Aircraft System Engineer für Flugzeugstrukturen bei Lufthansa Technik in Frankfurt schätzt. Systemingenieure überwachen die Zuverlässigkeit eines Systems, in seinem Fall die Flugzeugstruktur.

Dabei arbeitet er eng mit Flugzeugbetreibern und Herstellern zusammen, um Probleme frühzeitig zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. „Wir stellen sicher, dass die Systeme innerhalb der definierten Parameter funktionieren und beobachten Entwicklungen und Trends“, erklärt er. Als Senior Engineer ist er einer der zentralen Ansprechpartner für strukturbezogene Fragestellungen und Themen, die mehrere Flugzeugtypen betreffen können.

„Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Komfort – in genau dieser Reihenfolge – sind der Maßstab für die Flotten unserer Kunden.“

Thorsten Koch

Senior Aircraft System Engineer for Aircraft Structures

Nachhaltig und effizient

Gemeinsam mit Kunden Lösungen entwickeln

Häufig sind Systemingenieure die Ersten, die ein Problem erkennen. Dann erwarten Kunden schnelle, fundierte Lösungen. Der Systemingenieur und seine Kollegen erstellen zunächst eine Risikobewertung, um sowohl die Lufttüchtigkeit als auch die Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.

„Anschließend entwickeln wir gemeinsam mit allen Beteiligten eine nachhaltige Lösung und empfehlen den bestmöglichen Handlungsweg, bei dem wir auch die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen berücksichtigen“, erklärt er. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Optionen: „Wir können beispielsweise das Wartungsprogramm optimieren und ein fehleranfälliges System häufiger überprüfen. Oder wir modifizieren das Flugzeug, indem die betroffenen Komponenten auf den neuesten technischen Stand gebracht werden.“ Die finale Entscheidung trifft letztendlich der Kunde.

Erfahrung und Nähe

Unterstützung für den A350

Seit Kurzem ist Thorsten Koch intensiv in die Betreuung des A350 eingebunden, nachdem er diesen Flugzeugtyp bereits über viele Jahre hinweg in entscheidenden Phasen seiner Entwicklung bis hin zum Entry into Service begleitet hat. „Aktuell befinden wir uns mit der A350-Flotte der Lufthansa in der Phase der Stabilisierung und des weiteren Ausbaus“, sagt er.

Einen Großteil des Tages verbringt Thorsten Koch am Schreibtisch, in Meetings und in der Abstimmung mit Kollegen. Gleichzeitig ist es ihm wichtig, sich auch direkt vor Ort ein Bild von den Herausforderungen zu machen. „Es ist ein großer Vorteil, so nah an den Hangars zu sein, denn auf diese Weise sammeln wir wertvolle praktische Erfahrungen. Und genau diese Erfahrung ist eine unserer größten Stärken.“

Vertrauensvolle Partnerschaften

Thorsten Koch und seine Kollegen arbeiten eng mit Herstellern, Luftfahrtbehörden und Kunden zusammen. „Über die Jahre haben wir ein belastbares Vertrauensverhältnis aufgebaut, von dem alle profitieren“, erklärt er. „Denn Konstruktionsfehler verursachen in der Produktion ein Vielfaches der Kosten und im Betrieb sogar das Hundertfache.“

Als Experte vertritt Koch Lufthansa Technik in internationalen Arbeitsgruppen, etwa in Wartungsgremien von Herstellern, Flugzeugbetreibern und Behörden. „Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung. Start-ups zu unterstützen ist für mich ebenso spannend wie etablierte Großkunden zu begleiten.“

Portrait-Thorsten-Koch

Über

Thorsten Koch

Thorsten Koch studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Leichtbau, Strukturen und faserverstärkte Verbundwerkstoffe. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Darmstadt tätig. Im Jahr 2006 wechselte Koch – nach dem Nachweis außergewöhnlicher Expertise im Bereich Verbundwerkstoffe – in den Bereich Aircraft Engineering der Lufthansa Technik und übernahm dort die Rolle eines Strukturingenieurs für den A320. Drei Jahre später wurde der Bereich neu strukturiert und die Position der Senior Engineers eingeführt.

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