Pressemitteilung

Lufthansa Technik wächst weiter, doch externe Herausforderungen nehmen zu

Lufthansa Technik hat den Wachstumskurs auch im ersten Quartal 2026 fortgesetzt, ist aber ergebnisseitig etwas verhaltener als erwartet in das Geschäftsjahr gestartet. So stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres auf 2,3 Milliarden Euro (+12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), was die hohe Nachfrage nach flugzeugtechnischen Dienstleistungen weltweit unterstreicht. Der Umsatzanteil von Kunden außerhalb der Lufthansa Group wuchs dabei von 73 auf 78 Prozent. Die Margenentwicklung beim Weltmarktführer im Bereich der Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen (MRO) bleibt jedoch herausfordernd.

Das Ergebnis (Adjusted EBIT) lag im ersten Quartal bei 158 Millionen Euro (-2 Prozent), die Marge ging entsprechend von 8,0 auf 7,0 Prozent zurück. Hauptgründe für die anhaltenden Belastungen sind die weiterhin bestehenden Materialengpässe, vor allem im Bereich der Triebwerksinstandhaltung, gestiegene Materialkosten und ein für Lufthansa Technik im Vergleich zum Vorjahr ungünstigerer US-Dollar-Kurs. „Wir verfolgen konsequent unseren langfristigen Plan, und investieren viele Hundert Millionen Euro auch in diesem Jahr in unsere Zukunft. Daher ist unser Anspruch an das Ergebnis entsprechend hoch. Insbesondere die branchenweiten Materialengpässe und Preissteigerungen fordern uns allerdings täglich heraus“, sagt Dr. Christian Leifeld, Finanzvorstand von Lufthansa Technik.

Darüber hinaus blickt das Unternehmen – wie die gesamte Luftfahrtbranche – mit großer Aufmerksamkeit auf die Krise im Nahen Osten. „Wie stark diese auch unser MRO-Geschäft beeinflussen wird, hängt natürlich entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt anhält und wie er sich auf unsere Kunden auswirkt. Bislang hatte die Krise noch keinen signifikanten Einfluss auf unser Ergebnis. Wir sehen aber, dass erste Airlines ihre Flugkapazitäten reduzieren. Das wiederum kann sich dämpfend auf unsere Wachstums- und Gewinndynamik auswirken, zumindest temporär“, sagt Christian Leifeld. „Wir beschäftigen uns daher mit unterschiedlichen Szenarien und treffen Vorkehrungen für das, was wir selbst in der Hand haben. Kostendisziplin steht auf unserer Tagesordnung ganz weit oben, bei unverändert hoher Kundenorientierung.“

Unterdessen treibt Lufthansa Technik den geplanten Auf- und Ausbau neuer und bestehender Standorte voran. Vor wenigen Wochen wurde die Eröffnung einer neuen hochmodernen Produktionsstätte für die Reparatur und Überholung von Flugzeugkomponenten in Tulsa (Oklahoma, USA) gefeiert. Am neuen Standort in Santa Maria da Feira südlich von Porto (Portugal), wo perspektivisch rund 700 Jobs geschaffen werden, wird in Kürze der Spatenstich für das 55.000 Quadratmeter große Werk erfolgen, in dem künftig an Komponenten und Triebwerksteilen gearbeitet wird. Die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Betriebsstätte laufen auch im kanadischen Calgary. Hier entsteht ein Triebwerksshop für Mobile Engine Services. Sowohl in Portugal als auch in Kanada werden bereits erste Arbeiten in Interimsgebäuden durchgeführt.

Am ebenfalls wachsenden europäischen Kompetenzzentrum für die Überholung von Großraumflugzeugen in Malta hat Lufthansa Technik kürzlich die erste Kabinenmodifikation an einer Boeing 787 abgeschlossen. Die südamerikanische LATAM Airlines Group wiederum entschied sich, noch mehr ihrer Flugzeuge mit AeroSHARK auszustatten, der von Lufthansa Technik und BASF Coatings entwickelten und von der Natur inspirierten Lösung zur Reduktion des Luftwiderstands. Auch aus Asien gab es im vergangenen Quartal gute Nachrichten: Mit der Juneyao Group wurde der größte Vertrag für Triebwerksservices in der Geschichte von Lufthansa Technik in China geschlossen.

Ein wichtiger Schritt für die deutschen Standorte war der kürzlich erzielte Abschluss eines neuen Tarifvertrags für die Bodenbeschäftigten der Lufthansa Group. Mit dem sogenannten Zukunftstarif wurden darüber hinaus zusätzliche Vereinbarungen getroffen, von denen Mitarbeitende in der Produktion bei Lufthansa Technik profitieren. Diese Maßnahmen erhöhen die Attraktivität der Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens am Arbeitsmarkt.

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 Dr. Christian Leifeld, Finanzvorstand von Lufthansa Technik / Copyright: Lufthansa Technik

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Dr Jens Krueger, Head of Corporate Communications, Marketing and Political Affairs

Dr. Jens Krueger

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Lufthansa Technik AG | Hamburg