Pressemitteilung

Lufthansa Technik schafft Basis für zukünftige Milliarden-Investitionen

Die Lufthansa Technik AG hat im Geschäftsjahr 2025 erneut ein Ergebnis von mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaftet und damit die Basis für weitere umfangreiche Investitionen in die Zukunft gelegt. Beim Umsatz erreichte das Unternehmen erstmals einen Wert von knapp über acht Milliarden Euro, konkret waren es am Jahresende 8,049 Milliarden Euro (plus 12% im Vergleich zum Vorjahr). Etwa drei Viertel des Umsatzes stammen dabei mittlerweile aus Geschäft mit Kunden außerhalb der Lufthansa Group. Das Adjusted EBIT bewegte sich mit 603 Millionen Euro (minus 1%) annähernd auf Vorjahresniveau. Neben den US-Zöllen belasteten anhaltende Kostensteigerungen bei Materialien und eine für Lufthansa Technik ungünstige Dollar-Abwertung das Ergebnis. Die Adjusted-EBIT-Marge ging daher auf 7,5% zurück (Vorjahr: 8,5%).

„Das vergangene Geschäftsjahr hat ganz besondere Anforderungen an uns gestellt”, sagte Sören Stark, Vorstandsvorsitzender des Weltmarktführers im Bereich flugzeugtechnischer Dienstleistungen. „Die geopolitischen Veränderungen, die ganz besonders durch das US-Zollvorgehen geprägt waren, haben auch die Luftfahrtindustrie mit ihren globalen Lieferketten und ihrer engen internationalen Vernetzung getroffen. Wir sind jedoch ungeachtet aller Herausforderungen zuversichtlich, auch in diesem Jahr deutlich zu wachsen.“ Auf Basis dieses Umsatzwachstums plant Lufthansa Technik, im Rahmen des Programms Ambition 2030 das Ergebnis bis zum Beginn des neuen Jahrzehnts um über zehn Prozent jährlich zu steigern.

„Auch mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau war 2025 ein weiterer Schritt auf unserem mehrjährigen Wachstumspfad“, sagte Sören Stark. „Wir halten ungeachtet des anspruchsvoller gewordenen Umfelds an unseren Ertragszielen im Rahmen von Ambition 2030 fest.“ Nach Investitionen in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe im vergangenen Jahr beabsichtigt Lufthansa Technik, innerhalb von fünf Jahren weitere mehr als zwei Milliarden Euro für den Auf- und Ausbau neuer und bestehender Standorte sowie den Komponentenpool des Unternehmens einzusetzen. Die Investitionen werden in allen drei Weltregionen getätigt – Americas, APAC (Asien/Pazifik) und EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika).

Am Hauptsitz von Lufthansa Technik in Hamburg laufen drei Neubauvorhaben. Hierzu zählen zusätzliche Werkstattgebäude für die Bereiche Special Aircraft Services und Aircraft Component Services. Eine neue Hydraulikwerkstatt hat bereits im November 2025 den Probebetrieb aufgenommen. Bei Lufthansa Technik AERO Alzey wurde ein neues Lager- und Logistikzentrum für Flugzeugtriebwerke und deren Ersatzteile in Betrieb genommen. Am zukünftigen Standort von Lufthansa Technik Portugal in Santa Maria da Feira, südlich von Porto, schreitet der Bau einer neuen Produktionsstätte für die Wartung und Reparatur von Triebwerksteilen und Flugzeugkomponenten planmäßig voran. Das Werk mit künftig bis zu 700 Mitarbeitenden soll Ende 2027 fertiggestellt werden, um die Reparaturkapazitäten von Lufthansa Technik in Europa zu erweitern. Bereits im Juni 2025 wurde ein Trainingszentrum eröffnet und mit der Qualifizierung der ersten Mitarbeitenden begonnen.

In der Region APAC werden Optionen zur Stärkung der bestehenden Kapazitäten im Bereich der Flugzeugüberholung geprüft. In der Region Americas erfolgte vor wenigen Monaten der Spatenstich für ein neues Triebwerkszentrum von Lufthansa Technik Canada am Flughafen Calgary. Die dort geplante Reparaturwerkstatt sowie der integrierte Teststand sollen zusätzliche Kapazitäten im nordamerikanischen Markt schaffen, insbesondere für Triebwerkstypen der neuen Generation. Weitere Kapazitäten im Komponentenbereich entstehen am Standort der Lufthansa Technik Component Services in Tulsa, USA. Das Werk dort wird ausgebaut, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Das Leistungsportfolio wird um zusätzliche Reparaturdienstleistungen ergänzt.

Auch außerhalb der Kerngeschäfts ist das Unternehmen vorangekommen. Unter der Marke Lufthansa Technik Defense wurden mit dem Start der Systemintegration beim Signalaufklärungsflugzeug PEGASUS und der Betreuung der Seefernaufklärer P-8A Poseidon der Deutschen Marine wichtige Erfolge erzielt, um Lufthansa Technik als Partner der Streitkräfte, vor allem der Bundeswehr, zu etablieren. Darüber hinaus wurden weitere neue Geschäftsfelder, Technologien sowie digitale Lösungen entwickelt und ausgebaut: Mit dem Digital Tech Ops Ecosystem, bestehend aus AVIATAR, flydocs und AMOS, bietet Lufthansa Technik für die gesamte technische Flottensteuerung und -betreuung intelligente Lösungen an. Kunden mit 11.000 Flugzeugen (und damit jedem dritten Flugzeug weltweit) nutzen bereits Angebote aus dem Ecosystem.

„Es freut uns, dass wir mit unserer Strategie die Bedürfnisse unserer Kunden treffen“, sagte Sören Stark. „Im vergangenen Jahr konnten wir Verträge mit einem Volumen von rund 8,8 Milliarden Euro abschließen, die sich erstmals auch gleichmäßig auf alle drei Weltregionen verteilen.“ In der Region APAC wurde ein neuer Vertriebsrekord erzielt. Besonders gefragt war Lufthansa Technik auch bei Kunden im Nahen Osten, zudem konnte die Position im Triebwerksgeschäft auf dem nordamerikanischen Markt ausgebaut werden. „Wir danken unseren Kunden für ihr Vertrauen und die enge Zusammenarbeit“, sagte Sören Stark. „Ein besonderer Dank gilt natürlich auch unseren Mitarbeitenden – mit ihrem Einsatz machen sie den Erfolg von Lufthansa Technik erst möglich.”

Dr Jens Krueger, Head of Corporate Communications, Marketing and Political Affairs

Dr. Jens Krueger

Head of Corporate Communications, Marketing and Political Affairs

Lufthansa Technik AG | Hamburg