Pressemitteilung
Frontier setzt auf weitere Digitalprodukte von Lufthansa Technik
Frontier Airlines hat beschlossen, zusätzliche Module und Produkte aus dem Digitalportfolio von Lufthansa Technik einzuführen. Nachdem die amerikanische Fluggesellschaft Ende 2024 bereits AMOS als neue M&E-Software (Maintenance & Engineering) ausgewählt hatte, erweitert Frontier nun die bestehende AVIATAR-Suite. Zu den neuen Anwendungen gehören Predictive Health Analytics, Condition Monitoring sowie die KI-basierte Technical Repetitives Examination (TRE). In Kombination mit den Digital Tech Ops Engineering Services von Lufthansa Technik ist das ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Low-Cost-Airline zur digitalen Transformation technischer Abläufe im Betrieb ihrer großen Flotte aus Flugzeugen der Airbus-A320-Familie.
Mit AMOS, einer weltweit führenden M&E-Software, die derzeit in den Betrieb der Fluggesellschaft implementiert wird, kann Frontier künftig alle Anforderungen in den Bereichen Wartung, Engineering und Logistik auf einer einzigen, benutzerfreundlichen und cloudbasierten digitalen Plattform steuern und gleichzeitig die Einhaltung aller luftfahrtrechtlichen Vorschriften sicherstellen. Die Software deckt ein breites Spektrum technischer und kommerzieller Funktionen ab – von Material- und Ressourcenmanagement über Production Engineering, Qualitätssicherung und Wartungsplanung, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Zudem lässt sich AMOS nahtlos mit den weiteren Elementen des Digital Tech Ops Ecosystems von Lufthansa Technik, flydocs und AVIATAR verbinden und unterstützt damit auch die ambitionierten Wachstumspläne von Frontier. Die zusätzlichen Module erweitern das Fähigkeitsspektrum deutlich.
Durch die Nutzung umfassender Flugdaten prognostiziert das AVIATAR-Modul Predictive Health Analytics mögliche technische Probleme an den Flugzeugen von Frontier. Das hilft, Ausfallzeiten zu minimieren und ungeplante Wartungsereignisse in geplante umzuwandeln. Darüberhinaus bietet das Modul Empfehlungen zur effizienteren Fehlersuche. Dies unterstützt die Fluggesellschaft dabei, ihre Instandhaltungskosten zu senken und betriebliche Zwischenfälle, Verspätungen oder AOG-Situationen (Aircraft on Ground) zu vermeiden. Darüber hinaus sammelt das Condition-Monitoring-Modul von AVIATAR Daten aus unterschiedlichen Quellen und ermöglicht Frontier so einen Echtzeitüberblick über den technischen Zustand ihrer Flotte und deren Komponenten.
Das TRE-Modul stellt eine Weiterentwicklung der bestehenden AVIATAR Reliability Suite von Frontier dar. Es ermöglicht die gezielte Analyse der technischen Einträge von Cockpitcrews in das digitale Logbuch, indem künstliche Intelligenz (KI) mit der umfassenden Expertise von Lufthansa Technik kombiniert wird. Bis heute wurde die Lösung bereits bei mehr als 20 internationalen Fluggesellschaften mit verschiedenen Airbus- und Boeing-Mustern eingeführt. Auf Basis des Feedbacks von Frontier wurde die Lösung in Zusammenarbeit mit den Ingenieurteams von Lufthansa Technik zudem bereits weiter optimiert.
Mit dieser jüngsten Erweiterung des Leistungsumfangs ist Frontier Airlines die erste US-Fluggesellschaft, die Produkte aus dem gesamten Digital Tech Ops Ecosystem von Lufthansa Technik einsetzt – einem einzigartigen Angebot, das die komplette digitale MRO-Wertschöpfungskette abdeckt. Neben AVIATAR und AMOS umfasst das Ecosystem auch flydocs, den global führenden Anbieter für digitale Asset-Management-Lösungen in der Luftfahrt, den Frontier bereits seit fast zehn Jahren als digitalen Records-Management-Partner nutzt.
„Frontier unterhält mehrere Partnerschaften mit Lufthansa Technik, die unsere Engineering- und Reliability-Teams nutzen, um die Zuverlässigkeit unserer verschiedenen Flotten besser vorherzusagen. Lufthansa Technik entwickelt das Angebot kontinuierlich weiter, fördert die stärkere Integration verschiedener digitaler Services und ermöglicht es, dank vernetzter Daten innerhalb des gesamten Ecosystems deutlich schneller auf relevante Informationen zuzugreifen. Diese Effizienzgewinne und die Fähigkeit, potenzielle Probleme durch Prädiktive Instandhaltung frühzeitig zu erkennen, ermöglichen es uns, die Zuverlässigkeit der Flotte weiter zu verbessern und einen reibungsloseren sowie konsistenteren Flugbetrieb sicherzustellen“, sagte Shaun Jensen, Director Engineering and Fleet bei Frontier Airlines.
„Wir freuen uns sehr, Frontier als die erste US-Fluggesellschaft willkommen zu heißen, die unser vollständiges Digital Tech Ops Ecosystem nutzt. Gemeinsam treiben wir die digitale Transformation der Flugzeugwartung voran und setzen neue Maßstäbe für Effizienz, Zuverlässigkeit und Innovation“, sagte Arne Schlossmacher, Head of Sales and Customer Development Digital Fleet Services Americas bei Lufthansa Technik. „Jedes einzelne Produkt bietet bereits für sich einen hohen Mehrwert für Frontier. Aber erst die intelligente Kombination von AVIATAR, flydocs und AMOS macht es möglich, auf dem Weg zu vollständig digitalisierten Services noch größere Vorteile zu realisieren. Dabei zählt auch ein starker regionaler Support.“
Der technische Betrieb von Frontier betreut die große Airbus-A320- und -A321-Flotte der Fluggesellschaft und erbringt Wartungs-, Engineering- und Trainingsleistungen an verschiedenen Standorten in den USA. Frontier, mit dem Hauptsitz in Denver, Colorado, ist Teil einer Airline-Gruppe renommierter Low-Cost-Carrier. Dazu gehören auch Wizz Air, JetSmart und Volaris, die ebenfalls eng mit Lufthansa Technik sowie dessen Engineering- und Digital-Fleet-Services zusammenarbeiten. Alle diese Fluggesellschaften betreiben stark wachsende Flotten der Airbus-A320-Familie, was neue Synergien und ein hohes Maß an Flexibilität erfordert, um weiteres effizientes Wachstum der operativen Abläufe zu ermöglichen.


