Instandhaltung bei Lufthansa Technik

Hervorragender Pflegezustand sorgt für Zuverlässigkeit
Weltmarktführer bei flugzeugtechnischen Dienstleistungen

Zu den wichtigsten Erfolgskriterien einer Fluggesellschaft gehört die Instandhaltung ihrer Flugzeuge. Denn nur ein technisch hervorragender Pflegezustand der Flotte ermöglicht einen sicheren, pünktlichen und wirtschaftlichen Flugbetrieb. Die Lufthansa Technik AG ist Weltmarktführer bei flugzeugtechnischen Dienstleistungen, in deren Spektrum die Instandhaltung eine zentrale Rolle einnimmt.

Bei der Instandhaltung eines Flugzeuges unterscheidet man zwischen Wartung und Überholung. Die kurzfristig zu erledigenden Arbeiten werden unter dem Begriff Wartung (engl. line maintenance) zusammengefasst. Dabei bleibt das Flugzeug in seinem normalen Einsatzplan. Die täglichen, wöchentlichen und monatlichen Checks werden über Nacht erledigt, am nächsten Morgen geht das Flugzeug wieder in den Linienverkehr. Lediglich der etwa alle eineinhalb Jahre stattfindende C-Check dauert etwas mehr als einen Tag. Bei der Überholung hingegen, IL- und D-Check genannt, wird das Flugzeug für mehrere Wochen aus dem Verkehr gezogen und eingedockt. Bei der Generalüberholung, dem D-Check, wird es vollständig auseinander genommen, und nachdem jedes Teil geprüft und repariert bzw. ausgetauscht wurde, wieder zusammen gebaut. 

Wartungsplan: Genaue Festlegung der Arbeiten

Für jeden Check eines Flugzeuges ist im Wartungsplan der Arbeitsumfang genau festgelegt. Er beginnt mit dem Trip Check: Vor dem Start überprüft der Kapitän oder der Copilot das Flugzeug. Wenn nötig, wechseln die Techniker im Rahmen des täglichen Checks die Räder. Sie ersetzen die Bremsen, wenn deren Karbonscheiben bei hartem Bremsen ins Glühen geraten waren. Darüber hinaus untersuchen sie das Flugzeug auf Risse, Korrosion oder Leckagen und überprüfen die einwandfreie Funktion wichtiger Systeme. Ölstand in den Triebwerken, Hydraulikflüssigkeit, Wasser und Luftdruck in den Reifen werden täglich kontrolliert, die Kabine über Nacht gründlich gereinigt.

In der Überholung ist der D-Check das größte Ereignis. Ein Jumbo Jet der Lufthansa hat, wenn er zur Generalüberholung kommt, mindestens sechs Jahre im interkontinentalen Dienst verbracht, über 30.000 Flugstunden geleistet und etwa 25 Millionen Kilometer zurück gelegt. Wenn das Flugzeug nach rund sechs Wochen das Dock wieder verlässt, ist nicht nur alles repariert oder ausgetauscht, was abnutzen kann, vielmehr wurden auch die vom Hersteller in den vergangenen Jahren heraus gebrachten Produktverbesserungen bei Technik und Passagierkomfort eingebaut. 

D-Check: Eine Maschine wird komplett auseinandergebaut

Am Anfang des D-Checks steht die Entfernung des Außenlacks. Dann wird die Maschine völlig auseinander genommen und Teil für Teil gründlich untersucht. Die Triebwerke werden abseits gelagert, das Fahrwerk abgenommen und das Flugzeug auf mächtigen Böcken fixiert. Große Teile der äußeren Beplankung werden entfernt, damit Zelle, tragende Struktur und Flügel für die penible Untersuchung frei liegen. Dabei werden Röntgenstrahlen, Wirbelstromsonden und Magnetfeldkontrollen eingesetzt. Diese Prüfungen decken mit größtmöglicher Zuverlässigkeit etwa aufgetretene Materialermüdung, Haarrisse oder sonstige Schäden auf. Bei Korrsionsverdacht bei Aluminiumteilen – werden die entsprechenden Teile ersetzt.

Der klassische IL-Check findet alle vier bis sechs Jahre statt, also etwa in der Mitte zwischen zwei D-Checks. Er dient vor allem der Auffrischung der Kabine, daneben werden diverse Bauteile überprüft. In jüngster Zeit verliert er jedoch an Bedeutung. Die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Systeme nimmt immer weiter zu. Daher ist es möglich, die klassischen Aufgaben des IL-Checks auf mehrere C-Checks oder auch zum Teil auf den nächsten D-Check zu verteilen. Dies wird beim "Flaggschiff" der internationalen Fluggesellschaften, der Boeing 747-400, bereits seit Jahren so gehandhabt. Die neuen Langstrecken-Modelle von Airbus werden diesem Beispiel folgen.