Smart factory

Mit Mensch-Maschine-Synergien auf dem Weg zu „MRO 4.0"

Megatrends wie die Digitalisierung der Industrie („Industrie 4.0") bestimmen schon heute die Arbeitswelt. Deutsche Industrieunternehmen, weltweit bekannt und geschätzt für allerhöchste Qualität ihrer Produkte, wollen und dürfen die vierte industrielle Revolution nicht verschlafen. Nicht zuletzt hat auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mehrfach die entscheidende Bedeutung der Digitalisierung für die Industrie hervorgehoben und das Thema „Industrie 4.0" zur Chefsache erklärt. Auch auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos bestimmten Schlagworte wie „Digitalisierung", „künstliche Intelligenz" und „Smart Factory" die Diskussionen. 

  • 2017 MRO 4.0 3D Printing
    3D-Drucker im ZAL
  • 2017 MRO 4.0 Robot
    Intelligente Automatisierungstechnik
  • 2017 MRO 4.0 Tablet
    Unverzichtbaren Helfern bei Diagnose- und Reparaturverfahren
  • 2017 AutoInspect
    Diagnosen und effiziente Reparaturen von Bauteilen
  • 2017 MRO 4.0 3D Laser
    Pulverbasiertes Laserstrahlschmelzen im ZAL

Diesen Ball hat Lufthansa Technik bereits vor Jahren aufgenommen und für einzelne Bereiche Potenziale definiert, innovative Projekte initiiert, neue Hochtechnologien integriert und Arbeitsprozesse revolutioniert. So sind auf dem Weg zu „MRO 4.0" viele intelligente Maschinen und transformative Technologien entstanden und in die Bereiche gelangt. Mobile Endgeräte, 3D-Drucker, selbstlernende Roboter, Drohnen und digitale Assistenzsysteme (Datenbrillen) sind zu unverzichtbaren Helfern bei Diagnose- und Reparaturverfahren, im Design Engineering und in der Produktion geworden.

Bei Lufthansa Technik gibt es mittlerweile keinen Bereich mehr, der nicht auf die neuen innovativen Technologien zurückgreift: Ob VIP-, Innovations-, Triebwerks- oder Fahrwerksbereich, Geräteinstandhaltung, Flugzeugwartung oder -überholung  ̶  in jeder Product Division ermöglichen die modernen Helfer mit der entsprechenden IT-Vernetzung und neuen Applikationen eine schnelle Verfügbarkeit von Daten, hochgenaue Messungen, (Fern-) Diagnosen sowie die effiziente Reparatur und Produktion von Bauteilen. Ohne den Einsatz dieser Technologien wären Themen zur Kabine der Zukunft, zur digitalen Erfassung von Ground Support Equipment sowie zur Fernwartung und papierloser Instandhaltung nicht realisierbar.

Besonders hohe Einsparpotentiale sind in einigen Bereichen schon heute durch den gezielten Einsatz künstlicher Intelligenz, respektive selbstlernender Maschinen und Roboter möglich. Dadurch können Prüf-, Reparatur- und Fertigungsverfahren zum Teil vollständig automatisiert und mehrstufige Arbeitsprozesse auf einen einzigen Prozessschritt reduziert werden. Diese intelligente Automatisierungstechnik hilft  nicht nur Medienbrüche (Übertragungsfehler) zu vermeiden, sondern vor allem die Instandhaltungs- und Produktionsprozesse bei gleichbleibend hoher Qualität zeit-, kosten- und ressourceneffizienter zu gestalten.

Auf dem Weg zu „MRO 4.0" wird für Lufthansa Technik  ̶  neben der eigenständigen Entwicklung, Integration und Umsetzung modernster Technik und Prozesse  ̶  auch der Blick über den eigenen Tellerrand immer wichtiger. Daher wird in vielen Bereichen der Austausch von Know-how und die gezielte Zusammenarbeit mit Herstellerbetrieben, Start-ups und Forschungseinrichtungen weiter intensiviert.

Im Zeitalter von „Industrie 4.0" und „digitaler Transformation" werden bestimmte Tätigkeiten verschwinden, aber auch viele Jobs mit neuen Anforderungsprofilen entstehen. Intelligente Maschinen übernehmen immer mehr schwere und monotone Arbeiten und entlasten den Menschen. Und der Mensch wird all die Arbeiten ausführen, die er am besten kann. So wird die Professionalität der Menschen mit der Qualität der Maschinen verbunden, um einen Mehrwert von hoher Produktqualität und Effizienz zu schaffen – die optimale Mensch-Maschine-Synergie in der Smart Factory, der intelligenten Fabrik von morgen.