19.03.2018

Lufthansa Technik wächst 2017 mit neuem Vertriebsrekord

Neue Aufträge für über 13 Milliarden Euro

Die Lufthansa Technik AG ist auch 2017 auf Wachstumskurs geblieben. Bei neuem Rekordumsatz und dem besten jemals in der Unternehmensgeschichte erzielten Vertriebsergebnis wurden die Investitionen nochmals gesteigert und das Vorjahresergebnis leicht verbessert.

Jahr des Vertriebs

Die Umsatzerlöse stiegen deutlich um 260 Millionen Euro auf jetzt 5,404 MRD Euro von 5,144 MRD (+ 5%). Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) hat das Unternehmen 415 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 411 Mio. Euro). Diese Zahlen der Lufthansa Technik AG und 22 voll konsolidierter Gesellschaften wurden heute auf einer Pressekonferenz am Unternehmenssitz in Hamburg vorgestellt.

„Lufthansa Technik ist und bleibt der führende Anbieter unserer Branche", sagte der Vorsitzende des Vorstands der Lufthansa Technik AG, Dr. Johannes Bußmann. „Dafür sind die neuen Verträge mit einem Gesamtvolumen von über 13 Milliarden Euro ein eindrucksvoller Beleg. Das vergangene Jahr war das Jahr des Vertriebs. Das ist eine großartige Leistung unserer Mannschaft und zeigt die Wichtigkeit des von der Lufthansa Technik eingeleiteten Internationalisierungskurses."

Constanze Hufenbecher, Finanzvorstand der Lufthansa Technik, sieht das Unternehmen auf dem richtigen Weg: „Die Kompassnadel steht stabil auf Wachstum, die Zahl der betreuten Flugzeuge steigt, die Rentabilität ist unverändert gut und das Ergebnis entwickelt sich sehr erfreulich, auch angesichts hoher Investitionen besonders in die Digitalisierung." Basis für die positive Entwicklung ist eine hohe Investitionstätigkeit: „Seit 2014 haben wir die Summe unserer jährlichen Investitionen auf 233 Millionen Euro fast verdoppelt - und wir planen dies fortzusetzen", so Constanze Hufenbecher.

2017 ist die Anzahl der exklusiv von Lufthansa Technik betreuten Flugzeuge um weitere zehn Prozent auf jetzt über 4.550 gestiegen. Das entspricht rund 20 Prozent aller Verkehrsflugzeuge weltweit.

„Eine wachsende Anzahl von Kunden und betreuter Flugzeuge sowie ein beachtliches Neugeschäft  zeugen von dem großen Vertrauen, das wir weltweit in der Luftfahrt-Branche genießen", kommentierte Dr. Johannes Bußmann.

Mit AVIATAR ins digitale Zeitalter

2017 legte Lufthansa Technik mit der Gründung des neuen Geschäftsbereiches „Digital Fleet Solutions" die Basis für das Angebot digitaler Instandhaltungsprodukte. Mit AVIATAR hat das Unternehmen eine innovative Plattform vorgestellt, auf der über zahlreiche Apps eine Vielzahl digitaler Maintenance-, Repair- and Overhaul-Produkte (MRO) und -Dienstleistungen angeboten wird. AVIATAR unterstützt Kunden in Echtzeit und herstellerübergreifend beim Management des komplexen Flottenbetriebs und hilft bei der Fehlerprognose für Einzelkomponenten.

Informationen werden an zentraler Stelle gebündelt und zusammengefasst. Mithilfe von Analysemodellen werden neue Einblicke, Empfehlungen und Meldungen erarbeitet, damit Kunden Entscheidungen schneller und fundierter treffen können.

„Mit dem AVIATAR sind wir sehr ambitioniert in die Digitalisierung gestartet. Wir haben dabei einen hohen Anspruch an uns selbst, denn wir wollen die Digitalisierung unserer Branche mit unseren Lösungen für ein modernes Flottenmanagement prägen. Mit Wizz Air haben wir schon einen bedeutenden Partner außerhalb der Lufthansa-Gruppe mit einer großer Flotte für den AVIATAR gewonnen", sagte Dr. Johannes Bußmann.

Internationales Wachstum setzt sich fort

Der Ausbau der internationalen Präsenz von Lufthansa Technik wurde im vergangenen Jahr fortgeführt. Vor allem im Bereich Triebwerke wurden 2017 wesentliche Eckpfeiler der künftigen Entwicklung gesetzt. Das gemeinsam mit GE Aviation im Aufbau befindliche Unternehmen XEOS legte den Grundstein für den Bau eines hochmodernen Instandhaltungszentrums für GEnx-2B- und GE9X-Motoren in Polen. Mit MTU Aero Engines wurde der Vertrag zur Gründung des neuen Gemeinschaftsunternehmens EME Aero mit Sitz ebenfalls in Polen geschlossen. Dieses Unternehmen wird sich künftig mit rund 800 Mitarbeitern um die Instandhaltung der Getriebefan-Motoren der PW1000G-Serie kümmern.

In Asien hat der Komponentenbereich mit dem Tochterunternehmen Lufthansa Technik Component Services Asia Pacific seine Präsenz in diesem wichtigen Wachstumsmarkt weiter ausgebaut. In Dubai bietet Lufthansa Technik Middle East Dienstleistungen für Airframe Related Components, AOG-Support, Fahrwerke und Triebwerke an.

Engagement in Deutschland

Auch in den Standort Deutschland wird weiter mit beträchtlichen Summen investiert: Ende September hat Lufthansa Technik am Standort Frankfurt Osthafen eine neue Räder- und Bremsen-Werkstatt eröffnet. In knapp zweijähriger Bauzeit wurde eine modernsten Ansprüchen genügende Industrieanlage mit aktuell rund 200 Arbeitsplätzen erbaut. Auch der Stammsitz des Unternehmens  in Hamburg wurde modernisiert. Beispielweise wurde in ein neues Center of Excellence für Triebwerksgehäuse und in eine neue Röntgenzentrale investiert. Damit hat Lufthansa Technik wichtige Schritte getan, um die Überholung des LEAP-Motors aufnehmen und Dienstleistungen in der Teilereparatur ausbauen zu können.

Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen gut vorbereitet: „Niemals zuvor haben wir so viel Umsatz erzielt, so viele Flugzeuge betreut und so viele Menschen beschäftigt. Auf dieser Grundlage werden wir unseren Kurs halten, auf der ganzen Welt weiter zu wachsen und die gesamte Branche weiterzuentwickeln", so Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Bußmann zu den Aussichten.

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