28.09.2017

CAIRE-Roboter ermöglicht Reparaturen auch kopfüber

Patente angemeldet

Ein hochflexibles Reparaturverfahren für Strukturen aus Faserverbundwerkstoff (FVK) steht vor der industriellen Einführung: Die Lufthansa Technik AG hat für ihren neu entwickelten Schäftungsroboter zwei wichtige Patente angemeldet. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren, die neue Anlage in den laufenden Betrieb zu überführen.

Der im Forschungs- und Entwicklungsprojekt CAIRE entwickelte Roboter-Demonstrator hat alle Tests erfolgreich absolviert. Dabei konnte unter anderem in Versuchen an Bauteilen und am Flugzeug nachgewiesen werden, dass sowohl das reproduzierbare Ausarbeiten von Schäden, als auch reine Klebereparaturen an kritischen Strukturen aus FVK möglich sind. Der Roboter kann sogar für mobile Reparaturen genutzt werden.

„Die Patentanmeldungen betreffen eine Positioniervorrichtung sowie ein Verfahren zur Steigerung der Bearbeitungsgenauigkeit. Mit der Positioniervorrichtung kann ein Mitarbeiter allein den Schäftungsroboter überall am Flugzeug genau platzieren. Egal ob von der Seite, mit einem Deckenkran von oben oder mithilfe einer Hubvorrichtung kopfüber. Die Genauigkeitssteigerungen gehen deutlich über das hinaus, was sonst mit Industrierobotern möglich ist", so Projektleiter Dr. Henrik Schmutzler.

Bis Herbst 2018 soll die Industrialisierung erfolgen. Durch den gezielten Einsatz des Schäftungsroboters lassen sich nicht nur Zeit und Kosten einsparen. Durch das neue Verfahren wird auch die Qualität deutlich gesteigert, da völlig neue Reparaturgeometrien möglich sind.