08.04.2015

Lufthansa Technik präsentiert integrierte Systemlösungen

Ideenschmiede, Engineering, Fertigung und Instandhaltung aus einer Hand

Reiseerlebnis statt Transport. Die Lufthansa Technik AG präsentiert auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg Kabinen-Produkte aus einer Hand. Ob Inflight-Entertainment, Lichtkonzept, Medizinische Versorgung oder Sitzkonfigurationen: Mit den einzigartigen Möglichkeiten eines Entwicklungsbetriebs, der gleichzeitig Ideenschmiede, Entwickler, Hersteller und Instandhaltungsbetrieb mit sechs Jahrzehnten Erfahrung im Alltagseinsatz ist, hat das Hamburger Unternehmen sich zum Ziel gesetzt, die erste Anlaufstelle für Kabineninnovationen zu werden.

Mit dem eigenständigen Geschäftsbereich „Original Equipment Innovation" hat Lufthansa Technik im zurückliegenden Jahr die Aktivitäten rund um Entwicklung und Produktion von Kabinen-Produkten in einer Hand gebündelt und die organisatorischen Grundlagen für einen Ausbau der Position als Herstellungsbetrieb geschaffen. Alle Produkte, die die Lufthansa Technik als Hersteller (OEM) im Markt anbietet, werden in dieser neuen Product Division unter Leitung von Andrew Muirhead entwickelt, geplant, hergestellt und vertrieben.

Über 130 interdisziplinäre Expertinnen und Experten aus aller Welt sind dafür in dieser Einheit tätig. Je nach Projekt stehen ihnen die umfassenden Kapazitäten des hauseigenen Engineerings, der VIP- sowie Base Maintenance Interior-Werkstätten aber auch hochspezialisierte Labore und geschäftsfeldübergreifende Innovationsteams zur Seite. Damit kann die Lufthansa Technik branchenweit einmalig Kompetenzen vernetzen und im Bedarfsfall hohe Kapazitäten flexibel bereitstellen. Erst jüngst wurden die für Forschung und Innovation zur Verfügung stehenden Mittel des Unternehmens in einem zunächst bis 2018 laufenden Projekt vervierfacht. Das Thema Innovation ist seit April direkt beim neuen Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Technik, Dr. Johannes Bußmann, angesiedelt.

„Wir kombinieren hohe Innovationskraft mit unserer Kompetenz und unseren Kapazitäten als Herstellungs- und Instandhaltungsbetrieb, um dem Kunden genau die Produkte bauen zu können, die dem Passagier das optimale Reiseerlebnis bieten ", unterstreicht Andrew Muirhead die Ansprüche an sich und sein Team.

„Die Flugzeugkabine ist für die Airlines eines der wichtigsten Differenzierungs-Merkmale gegenüber ihren Kunden. Die Passagiere erwarten in immer kürzeren Zyklen, neue Produkte und Erlebniswelten nutzen zu können. Für uns ist das eine große Chance, denn wir kennen durch unsere Erfahrungen als MRO-Anbieter mit Airline-Verbindung die Möglichkeiten für Einsatz und Integration modernster Systeme in Kabine und Flugzeug wie kaum jemand anders. Wir können Ideen sehr schnell in die Praxis bringen. Airline-Anforderungen, VIP-Kabinenausstattung, Flugbetrieb, Instandhaltung und vieles mehr aus der Welt der Lufthansa Technik: all dieses Wissen läuft bei uns zusammen."

Auf der Aircraft Interiors Expo 2015 stellen Andrew Muirhead und sein Team unter anderem aus: Das völlig neu entwickelte Sitzkonzept »chair«, eine Lösung zur Integration von Tablets in Flugzeugsitze, und erstmals im Original die Patiententransporteinheit (PTU) der nächsten Generation. 

29.09.2016

Weltpremiere für Mercedes-Benz Style VIP-Kabine

Monaco Yacht Show 2016

Auf der Monaco Yacht Show 2016 präsentieren die Lufthansa Technik AG und Mercedes-Benz Style der Öffentlichkeit zum ersten Mal die endgültige Version ihres zukunftsweisenden Kabinendesigns für VIP-Flugzeuge. Der Geschäftsbereich VIP & Special Mission Aircraft Services der Lufthansa Technik bietet die Mercedes-Benz Style VIP-Kabine für Privatjets auf Basis von Airbus- oder Boeing-Flugzeugen an.

Während der Veranstaltung in Monte Carlo haben potenzielle Kunden und interessierte Medien die Möglichkeit, die komplette Kabine in einer virtuellen 3D-Präsentation am Lufthansa Technik-Stand zu sehen. Dieser befindet sich in der Nähe des Haupteingangs „Parvis Piscine". Ergänzt wird die Präsentation dieses im VIP-Flugzeugmarkt einzigartigen Produktes durch ein maßstabgetreues 3D-Modell zum Anfassen sowie durch Materialmuster der in der Kabine verwendeten Oberflächen.

Die Genehmigung zum offiziellen Produkt-Angebot auf dem Markt ist ein wichtiger Meilenstein der langfristigen Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und Lufthansa Technik. Die innovative Geschäftspartnerschaft ist auf Betreiber von VIP- und Privatjets ausgerichtet, die stilvoll weltweit reisen wollen. Gemeinsam bieten die beiden deutschen Unternehmen Reisenden in der Luft eine einzigartige und luxuriöse Mobilitätslösung.

„Mit der Yacht und der Flugzeugkabine haben wir unsere Philosophie der sinnlichen Klarheit auf das Schiffs- und Flugzeugdesign übertragen", so Gorden Wagener, Leiter Design Daimler AG. „Die Gestaltung war eine inspirierende Herausforderung, und wir haben Produkte geschaffen, die hot und cool einen formvollendeten modernen Luxus repräsentieren."

„Mit großer Freude präsentieren wir unseren Kunden die neue Mercedes-Benz Style Kabine, die ein hochmodernes Design für Privatjets bietet", sagte Wieland Timm, Vice President Sales VIP & Special Mission Aircraft bei Lufthansa Technik. „Die beiden Unternehmen verbinden herausragende Designkompetenz mit dem besten technischen Know-how. So konnten wir eine einzigartige Flugzeugkabine realisieren. In Zusammenarbeit mit der Daimler AG können wir Designkonzepte präsentieren, die unseren Kunden die Gewissheit geben, in ein unverwechselbares Design mit Kultcharakter zu investieren. Lufthansa Technik bietet darüber hinaus für diesen Privatjet der Zukunft alle erforderlichen Serviceleistungen. So kann der Wert der Kabine und des Flugzeugs insgesamt maximiert und erhalten werden."

Durch das gesamte Flugzeug zieht sich eine Kombination aus modernem Kabinendesign und neuesten Kommunikations- und Kabinentechnologien:

Der vordere Eingangsbereich zeigt ein einladendes, offenes Foyer, eine Küche mit Live-Kochmöglichkeiten sowie einen Privatbereich mit VIP-Waschraum. Der hintere Kabinenteil umfasst einen getrennten Unterhaltungsbereich und den direkt anschließenden Privatbereich. Eine Besonderheit ist hier die offene Gestaltung von Bad und Schlafzimmer. Als zentrales und verbindendes Element fungiert an dieser Stelle eine freistehende Dusche mit transparenten Seitenwänden. Das luxuriöse Doppelbett wird durch sein konkav geformtes und gepolstertes Kopfteil betont.

Das zentrale Designthema, das sich durch das gesamte Flugzeug vom Eingang über den ganzen Weg bis zum Schlafzimmer erstreckt, ist die einzigartige Helix-Struktur. Die dynamische, spiralförmige Anordnung lässt neue, unabhängige Raumzonen entstehen, ohne die typische Anordnung von Sitz- und Wandelementen. Das Flugzeug, das in Airline-Konfiguration beispielsweise 150 Passagieren Platz bieten würde, ist in dieser VIP-Version für 16 Reisende ausgelegt.

Beide Unternehmen arbeiten bereits seit der Ankündigung der Zusammenarbeit auf der EBACE in Genf (Schweiz) im Mai 2015 an der Gestaltung dieses neuartigen, luxuriösen und ganzheitlichen Kabinenkonzepts. Unter der Leitung des Lufthansa Technik Engineering-Teams haben die Designer das anfängliche Designkonzept überarbeitet, um die Anforderungen an die Lufttüchtigkeit und die Zulassung voll zu erfüllen. 

30.09.2017

Lufthansa fliegt Hilfsgüter nach Puerto Rico

70 Tonnen Wasser und 10 Tonnen Lebensmittel und Kleidung

Die Lufthansa Group hat heute eine MD-11 von Frankfurt nach Aguadilla an der Westküste von Puerto Rico geschickt. Dort leiden 400 Mitarbeiter von Lufthansa Technik Puerto Rico sowie die nahe gelegenen Gemeinden noch immer unter den Auswirkungen des verheerenden Hurrikans Maria, der die Insel vergangene Woche heimgesucht hat.

Eine McDonnell Douglas MD-11 von Lufthansa Cargo startete heute mit der Flugnummer LH8830 von Frankfurt um 20.40 Uhr. Nach einem Tankstopp in Atlanta fliegt sie zum Rafael Hernández International Airport in Puerto Rico, dort wird sie Sonntag gegen 7.20 Uhr Ortszeit landen. Der Frachter hat rund 80 Tonnen Wasser, Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel geladen – all dies wird vor Ort am dringendsten benötigt. Der Lufthansa Konzern arbeitet mit lokalen und US-Behörden zusammen, um die notwendige Unterstützung für diese umfangreiche Hilfsaktion zu leisten. In Deutschland haben sich Hassia, die Metro Group sowie die LSG Skychefs mit Sachspenden beteiligt Kühne&Nagel, Georgi und orgalog halfen mit Transportdienstleistungen. Das Projekt wurde von der HelpAlliance, der gemeinnützigen Hilfsorganisation der Lufthansa Group, begleitet.

„Wir stehen in diesen schwierigen Zeiten an der Seite unserer Mitarbeiter und der Bevölkerung in den USA. Gerade in Krisenzeiten ziehen wir als Unternehmen an einem Strang und unterstützen unsere Mitarbeiter und die von der Tragödie betroffenen Gemeinden vor Ort wie in Puerto Rico", sagte Dr. Johannes Bußmann, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Technik AG.

Die Lufthansa Technik Puerto Rico (LTPR) wurde im Februar 2014 in Aguadilla gegründet und hat sich auf die Instandhaltung von Flugzeugtypen der Airbus A320-Familie spezialisiert. Die ersten Aufträge kamen von führenden US-Carriern. Dabei entwickelte sich die Niederlassung schnell zu einem der wichtigsten Kompetenzzentren für Flugzeugüberholung in den USA. Zusätzlich bot LTPR auch das erste Ausbildungsprogramm des US-Arbeitsministeriums für die Überholung von Flugzeugen an. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Luft- und Raumfahrt der Universität von Puerto Rico angeboten.

Die im Juni dieses Jahres unterzeichnete Ausbildungsvereinbarung stärkt die Zusammenarbeit des Lufthansa Konzerns mit Puerto Rico und den USA. Die Ausbildung soll nicht nur Vorbild für die lokale Luftfahrtindustrie, sondern auch für andere Teile des Landes sein.

„Als enge Partner Puerto Ricos unterstützen wir nicht nur die Lufthansa Technik-Mitarbeiter und ihre Familien vor Ort, sondern auch die Gemeinden im Umland, die seit dem ersten Tag eng und vertrauensvoll mit uns zusammenarbeiten", so Bußmann. Seit dem Hurrikan erhält der Standort auch Unterstützung von den Kunden der LTPR „Spirit Airlines" und „jetBlue", die dort ihre Flugzeuge überholen lassen, und sofort Frachtraum für eine Mindestversorgung bereitgestellt haben. „Wir danken unseren Partnern und Freunden von ‘Spirit‘ und ‚jetBlue‘. Es ist gut zu wissen, dass man sich in schweren Zeiten auf seine Freunde verlassen kann", sagte Johannes Bußmann. 

13.06.2016

Neue strategische Partnerschaft mit Flydocs

FLYdocs bleibt unabhängig

Lufthansa Technik AG geht eine strategische Partnerschaft mit dem Softwareanbieter FLYdocs ein. FLYdocs ist auf das Management luftfahrtspezifischer Daten und Aufzeichnungen spezialisiert. Lufthansa Technik hat als Teil dieser Vereinbarung Anteile am Unternehmen FLYdocs übernommen und ersetzt damit dessen früheren Partner, die Privatkapitalgesellschaft GCP.
FLYdocs wird eine unabhängige Einheit bleiben, die unter dem aktuellen Management-Team die Digitalisierung papierbasierter Prozesse weiter vorantreiben wird.
Als Teil der digitalen Strategie von Lufthansa Technik ist diese Vereinbarung ein erster großer Schritt, um die digitale Transformation der Luftfahrtindustrie zu beschleunigen. Gemeinsam planen FLYdocs und Lufthansa Technik die Entwicklung neuer digitaler Dienste, die für die Betreiber und Leasinggeber von Flugzeugen weltweit von großem Wert sein werden.

  

31.08.2016

Noch ganz dicht? Mobiles Vakuumverfahren ersetzt Kabinendrucktests

Aufspüren auch kleinster Undichtigkeiten an Fenstern

Die Lufthansa Technik AG hat im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ein mobiles Verfahren entwickelt, mit dem sich kleinste Undichtigkeiten an Fenstern und Türen der Flugzeugkabine ausfindig machen lassen. Bei dem sogenannten „Vacuum Leak Check" können die Druckdifferenzen während eines Fluges ohne größeren Aufwand am Boden simuliert werden. Durch das neue Verfahren wird das aufwendige „Fahren der Druckkabine" ersetzt.

Beim Vacuum Leak Check werden die zu untersuchenden Fenster und Türen verschlossen und von außen mit einer speziellen Textilfaser sowie einer luftundurchlässigen Latexfolie mit Schlauchanschlüssen abgedeckt. Dann wird die Luft zwischen der Latexfolie und dem Rumpf abgepumpt und ein Vakuum erzeugt. Nun lassen sich mithilfe eines Lecksuchgerätes selbst kleinste Undichtigkeiten in der Kabine genau lokalisieren.

„Durch das neue Vakuumverfahren werden andere Fehlerquellen ausgeschlossen und Prozesszeiten deutlich reduziert. Somit verkürzen sich auch die Bodenzeiten der Flugzeuge. Außerdem lassen sich Arbeitsstunden und Kosten einsparen, da nur noch zwei statt vier Mitarbeiter für die Durchführung notwendig sind", so Stefan Mehler, Projektmanager Innovation bei der Flugzeugwartung von Lufthansa Technik.

Das Prüf-Equipment lässt sich in einer handlichen Toolbox verstauen. Dadurch kann der Vacuum Leak Check völlig flexibel an jedem beliebigen Ort zur gezielten Erkennung und Behebung von Fehlern eingesetzt werden. 

07.04.2017

10 Jahre Triebwerksinstandhaltung bei N3 Engine Overhaul Services

Erfolgreiche strategische Partnerschaft zwischen Lufthansa Technik und Rolls-Royce

N3 Engine Overhaul Services (N3), das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik AG und Rolls-Royce plc. zur Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugmotoren, hat mit einem Festakt sein zehnjähriges Betriebsjubiläum begangen. Seit April 2007 werden vor den Toren Arnstadts die modernsten Triebwerkstypen der Reihe Rolls-Royce Trent überholt. Zum Portfolio gehört seit Oktober 2016 auch der Rolls-Royce Trent XWB, das heute effizienteste zivile Flugzeugtriebwerk der Welt, Antrieb des A350.

Das Unternehmen hatte 2007 mit zunächst 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Betrieb aufgenommen. Mittlerweile arbeiten 600 Fachkräfte bei N3, von ihnen durchliefen 350 Mitarbeiter ein eigens für das Unternehmen aufgesetztes luftfahrttechnisches Qualifizierungsprogramm. Zu den Kunden, die N3 im Auftrag von Rolls-Royce betreut, zählen heute mehr als 40 internationale Fluggesellschaften. Seit 2007 hat N3 über 800 Triebwerke der Baureihe Trent 500 (A340), Trent 700 (A330) und Trent 900 (A380) überholt. Mit dem neuen Motorentyp Trent XWB (A350) wird die Auslastung in den kommenden Jahren von derzeit 100 auf bis zu 150 - 200 Motoren pro Jahr steigen. In diesem Jahr sollen es bereits 130 Motoren sein.

Alexander Stern, Director and General Manager, N3 Engine Overhaul Services: "N3 hat sich vom Newcomer in der Branche zu einem der führenden Unternehmen in der Instandhaltung von Rolls-Royce Trent Triebwerken entwickelt. Im internationalen Wettbewerb bestehen wir durch Liefertreue, unsere exzellente Qualität und die hervorragend ausgebildete Belegschaft." Stern lobte weiter die guten Standortbedingungen in Thüringen: „Die zentrale Lage in Deutschland und Europa, die gute Infrastruktur und die Fachkräfte waren und sind wichtige Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens."

Seitens der Bundes- und Landespolitik würdigten Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, das Engagement der Muttergesellschaften im Freistaat und die Leistungsfähigkeit des Vorzeigebetriebes.

Abteilungsleiter Dr. Scheremet: „N3 ist eine Erfolgsgeschichte und eine Zukunftsinvestition in den Industrie- und High-Tech-Standort Deutschland. Thüringen ist – wie ganz Deutschland – ein guter Platz für Investitionen und für Innovation. Ich hoffe, der Erfolg von N3 macht Schule und findet Nachahmer, die ebenso Wertschöpfung und gute Arbeit an neue deutsche Standorte bringen."

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, der 2007 als Bundesverkehrs-minister an der Eröffnung des Standortes teilgenommen hat, lobt N3 als eine der erfolgreichsten Investitionen in der Region: „Ich gratuliere zum Geburtstag. N3 ist ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen, das weit über Thüringen hinaus ausstrahlt. N3 hat sich in den 10 Jahren seines Bestehens in Thüringen zu einer festen, zuverlässigen und wichtigen Größe in der Thüringer Wirtschaft entwickelt. Durch Qualität, hohe Effizienz und modernste Ausstattung konnte das Werk seinen Kundenstamm ausbauen und dadurch seine Mitarbeiterzahl mehr als verdoppeln. Nicht zuletzt ist das Werk bekannt für seine gute Ausbildung von Fluggerätmechanikern und sichert so den Fachkräftebedarf der Branche. Ich bin sicher, N3 wird sich auch in der Zukunft hervorragend entwickeln."

Für die Muttergesellschaften bildete das gemeinsame Unternehmen den Beginn einer strategischen Partnerschaft im Bereich der Triebwerksinstandhaltung.

Dr. Johannes Bußmann, Vorstandsvorsitzender Lufthansa Technik, betonte: „Mit N3 haben Rolls-Royce und Lufthansa Technik in der Triebwerksinstandhaltung neue Maßstäbe in der internationalen Zusammenarbeit gesetzt. Wir sind stolz, seit zehn Jahren höchste Qualität in der Überholung von Trent-Motoren anbieten zu können. Die erweiterte Auslastung mit dem neuen Triebwerkstyp XWB stellt das Unternehmen für die Zukunft hervorragend auf."

Eric Schulz, Rolls-Royce, President – Civil Aerospace, sagte: „Wir sind stolz, dass wir N3 gemeinsam mit Lufthansa Technik als einen führenden Überholungsstandort für Rolls-Royce Triebwerke in Europa etablieren konnten. Mit gleichbleibend hohen Standards und zuverlässigen Durchlaufzeiten trägt N3 maßgeblich zur Planungssicherheit des Flugbetriebes unserer Kunden bei. N3 überholt aber nicht nur Triebwerke, sondern ist darüber hinaus für das gesamte Rolls-Royce CareNetwork bei der Reparatur von Trent-Triebwerksteilen von Bedeutung. Diese Komponenten, um deren Reparatur N3 im Wettbewerb mit anderen Werken im Wartungsnetzwerk steht, werden in Triebwerken verbaut, die gerade an anderen Standorten weltweit überholt werden."

Bald jeder siebte Triebwerksspezialist aus eigener Ausbildung

Für die Zukunft erwartet das Unternehmen einen moderaten Beschäftigungszuwachs. Durch die kontinuierliche Ausbildung von Fluggerätmechanikern Fachrichtung Triebwerkstechnik sichert sich N3 seinen Fachkräftebedarf größtenteils selbst. Seit 2008 bildet N3 jährlich etwa 12 Fluggerätmechaniker Fachrichtung Triebwerkstechnik aus, bisher haben 54 junge Frauen und Männer ausgelernt und einen festen Arbeitsplatz bei N3 gefunden. Derzeit befinden sich weitere 40 Jugendliche in der Ausbildung bei N3. Im Jahr 2016 startete zudem erstmals ein Jahrgang mit künftigen Fachkräften für Lagerlogistik.

Instandhaltung und Komponentenreparatur „best in class"

Die Thüringer sind führend bei der Anwendung einer vertikalen Montagetechnik, die eine präzise sowie materialschonende Demontage und Montage der Triebwerksmodule ermöglicht. Mit Hilfe elektronisch-mechanisch betriebener Hebebühnen arbeiten die Mechaniker an allen vier Triebwerkstypen besonders effizient und ergonomisch. Der Arnstädter Triebwerksprüfstand ist zudem eine der modernsten und leistungsstärksten Anlagen weltweit. Bei der Reparatur von Triebwerksbauteilen und der Komponentenreparatur hat sich N3 über die Jahre für eine Reihe von Spezialreparaturen (source-controlled repairs), die von Rolls-Royce direkt zugelassen und kontrolliert werden, qualifiziert. Ein eigener Engineering-Bereich sorgt für eine kontinuierliche Verbesserung und nachhaltige Weiterentwicklung der Prozesse und die Einführung neuer, innovativer Reparaturtechnologien. Auch bei der Werkzeugentwicklung hat N3 eigene Lösungen erarbeitet und diese als Best Practice im Rolls-Royce Netzwerk etabliert. 

27.04.2017

15 Jahre Lufthansa Technik Shenzhen

Mit großer Jubiläumsfeier auf dem Weg in die Zukunft

Es ist eine deutsch-chinesische Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch. Mit hochrangigen Gästen aus Politik und Verwaltung feierten Kunden, Management und Mitarbeiter von Lufthansa Technik Shenzhen heute in den Werkstätten des Unternehmens am Baoan Airport Shenzhen den 15-ten Geburtstag des Hightech-Unternehmens der Lufthansa Technik Gruppe in der Region Asia-Pacific.

Anfangs allein für die Instandhaltung schwer zu transportierender Schubumkehrer in der Region gegründet, betreuen heute rund 600 Mitarbeitern von Lufthansa Technik Shenzhen Kunden aus dem gesamten Raum Asia-Pacific in den Bereichen Komponentenreparatur, Airframe Related Components (ARC®), Triebwerksteilereparatur sowie mit vielfältigen Airline Support Team (AST®)-Dienstleistungen direkt vor Ort.

Mit umfassenden Know-how beispielsweise in der Reparatur komplexer Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen und ausgestattet mit modernstem Equipment vom großen Autoklav bis hin zu Testgeräten für Avionik-Komponenten der neuesten Generation wurde Lufthansa Technik Shenzhen binnen kürzester Zeit zum Technologiezentrum der Lufthansa Technik Gruppe in Asien. Mit eigenem Pool-Lager und umfassenden Angeboten im Bereich Materialmanagement unterstützt das Unternehmen zudem zahlreiche Kundenflotten in der Geräteversorgung.

Im Jahr 2002 mit zunächst 40 Mitarbeitern auf 6.300 Quadratmeter Werkstattfläche gestartet, gingen optimistische Schätzungen von rund 100 Arbeitsplätzen nach Abschluss der Aufbauphase aus. Monatlich bis zu zehn Schubumkehrer-Hälften der damals weit verbreiteten Triebwerks CFM56-3 waren das Ziel. Im April 2017 beschäftigt das Joint Venture zwischen Lufthansa Technik (80 Prozent) und Beijing Kailan Aviation Technology (20 Prozent) rund 600 Mitarbeiter auf gut 25.000 Quadratmetern Werkstattfläche und setzt konsequent auf weiteres Wachstum – quantitativ und qualitativ.

„Lufthansa Technik Shenzhen ist das Vorzeige-Beispiel unserer Gruppe für den langfristigen Erfolg strategischen Handelns, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und großen Engagements", sagte Dr. Thomas Stüger, Vorstand der Lufthansa Technik AG, bei der offiziellen Feierstunde. „Ich gratuliere der gesamten Mannschaft zu diesem Erfolg und bin mir sicher, dass wir hier die beste Basis für weiteres profitables Wachstum zum Nutzen unserer Kunden und der Region erreichen werden."

„Wir haben noch viel vor", unterstrich auch Detlev Jeske, Geschäftsführer von Lufthansa Technik Shenzhen. „Aktuell bieten wir bereits Services für über 3.000 Part-Nummer an. Das werden wir weiter ausbauen. Auch im Bereich der mobilen Services werden wir unsere Dienstleistungspalette ausweiten. Damit wollen wir zum zentralen Ansprechpartner unserer Kunden in allen Fragen rund um den technisch zuverlässigen Betrieb ihrer Flotten werden." Jeske dankte der Politik und Verwaltung, den Kunden und seiner Mannschaft für 15 Jahre herausragenden Teamworks. „Eine so erfolgreiche Zusammenarbeit basiert auf hoher Wertschätzung und gegenseitigem Vertrauen."

Während der jüngsten Ausbauphase errichtete Lufthansa Technik Shenzhen Anlagen zur Betreuung der neuesten Flugzeugmuster Airbus A350, Boeing 777 und Boeing 787. Unter anderem wurde in einen weiteren Autoklav mit über fünf Metern Durchmesser für die großen Verbundwerkstoffteile dieser Muster investiert.

Lufthansa Technik Shenzhen verfügt über die Zulassungen der chinesischen CAAC (Civil Aviation Administration of China), der amerikanischen FAA (Federal Aviation Administration), der europäischen EASA (European Aviation Safety Agency) sowie der zuständigen Behörden fast aller Staaten in der Region Asia-Pacific.

  

16.11.2015

»chair« von Lufthansa Technik besteht 16g-Test

Tausende mögliche »chair«-Konfigurationen

»chair«, das neue Sitzkonzept der Lufthansa Technik AG, hat jetzt für nach vorn und nach hinten ausgerichtete Sitze alle für die Zulassung erforderlichen Tests mit einer Belastung des 16-fachen der Erdbeschleunigung (16g) und die 9g-Tests bestanden. Besitzer, Betreiber und Designer können mit dieser Zulassung aus tausenden möglichen »chair«-Konfigurationen wählen, um so ihre individuelle Kabine zu gestalten. Die nach den Vorschriften der Europäischen Technischen Standardzulassung (European Technical Standard Orders, ETSO) / TSO (Technical Standard Orders) durchgeführte Zertifizierung ist in Arbeit und wird in den kommenden Monaten ausgestellt.

»chair« basiert auf einem innovativen Sockeldesign, auf das ein Grundgerüst oder eine Grundstruktur aufgebaut ist. Dieses zertifizierte Sockel- oder Strukturelement ist absichtlich unvollständig, damit die Designer ihren individuell gestalteten Sitz für eine ganz besondere Kabine entwerfen können – ob für den Essbereich, die Video Lounge, das Büro oder das Schlafzimmer. Nicht nur Höhe, Breite und Tiefe können angepasst werden, sondern auch Optik und Haptik. Die individuelle Auswahl von Form, Polsterung und Füllung ermöglicht ein unübertroffenes Innendesign mit einer Zulassung.

Ein innovativer Zulassungsprozess ermöglicht es den Experten der Lufthansa Technik, Veränderungen an »chair« ohne aufwändige Wiederholungstests zu validieren. Die Tests wurden für eine maximale dynamische Last entwickelt und bestanden. Damit werden Änderungen als geringfügige Abweichungen im Rahmen einer bereits vorhandenen ETSO/TSO-Zulassung behandelt.

»chair« besticht nicht nur durch seine künstlerische Interpretation, er eröffnet auch Gestaltungsmöglichkeiten über den bisher möglichen Rahmen hinaus. Das Familienkonzept von »chair« spart Platz, optimiert das Gewicht und ermöglicht eine ergonomischere Gestaltung der Kabine. 

15.09.2017

25 Jahre Reparatur von Triebwerksteilen bei Lufthansa Technik Turbine Shannon

EPAR-Kompetenzzentrum investiert in seine Zukunft

Lufthansa Technik Turbine Shannon feiert 25-jähriges Jubiläum. Das Unternehmen ist Teil des weltweiten Reparaturnetzwerks der Lufthansa Technik AG für Triebwerksteile und Komponenten (EPAR - Engine Parts and Accessories Repair).

In den vergangenen 25 Jahren hat sich Lufthansa Technik Turbine Shannon als Kompetenzzentrum für die Reparatur der Dichtsegmente von Hochdruckturbinen sowie der Leitschaufeln von Hoch- und Niederdruckturbinenstufen eine führende Position erarbeitet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Triebwerke der Baureihen CFM56, GE CF6-80 und CF34. Das hundertprozentige Tochterunternehmen der Lufthansa Technik offeriert seine Dienstleistungen einem großen Kundenstamm, zu dem führende Hersteller, Triebwerkswerkstätten und Teilehändler zählen.

„Wir sind stolz auf das, was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben und bereiten uns auf die Zukunft vor", sagte Özgür Yesilkaya, Geschäftsführer von Lufthansa Technik Turbine Shannon. „Unsere Industrie befindet sich zurzeit in der größten Transformationsphase ihrer Geschichte – mit der größten Zahl neu im Markt eingeführter ziviler Triebwerksmuster. Die Zusammenarbeit mit den Herstellern (OEM) ist der Schlüssel zu unserer Zukunft. Wir investieren in neue Technologien, Automation und Verbesserungsinitiativen, um die aktuellen Anforderungen des Marktes zu befriedigen und uns auf die zukünftigen Erwartungen vorzubereiten, die unseren Erfolg in den nächsten 25 Jahren garantieren werden."

Mit herausragendem Teamgeist in einer hocheffizienten Produktionsumgebung, kooperativen Beziehungen zu den OEMs und laufenden Investitionen in Ausrüstung, Ausbildung und Produktentwicklung wird Lufthansa Technik Turbine Shannon die Position als Kompetenzzentrum für die Reparatur von Triebwerksteilen weiter stärken. Gemeinsam mit führenden Herstellern arbeitet das Unternehmen außerdem an einer Anzahl von Projekten zur Reparaturentwicklung.

Das irische Unternehmen wurde ursprünglich als Shannon Turbine Technologies gegründet. Die Anlage mit einer Fläche von 8.000 Quadratmetern wurde eigens auf der grünen Wiese errichtet, um auf der Grundlage von Lizenzen der Hersteller General Electric und CFM International Triebwerksteile zu reparieren. Das Unternehmen wurde 1996 von der Lufthansa Technik-Gruppe übernommen und  in Lufthansa Technik Turbine Shannon umbenannt. Das Unternehmen ist stark gewachsen und hat heute mehr als 200 Mitarbeiter, die inzwischen erfolgreich Tausende von Bauteilen von GE und CFMI-Motoren überholt haben.

  

25.09.2015

LTLGS UK überholt 25. Fahrwerkssatz für Boeing 777-300ER

Unternehmen unterstützt Boeing 777 seit deren Markteinführung

Lufthansa Technik Landing Gear Services UK (LTLGS) hat jetzt den 25. Fahrwerkssatz für eine Boeing 777-300ER überholt. Mit dieser Überholung ist die LTLGS mit Sitz in Hayes nahe London das Instandhaltungsunternehmen mit der zurzeit größten Erfahrung für das Fahrwerk des aktuellsten Musters der 777-Familie.

Die Fahrwerke von Verkehrsflugzeugen müssen alle zehn Jahre überholt werden. Zum Ende des Jahres 2015 werden 34 Maschinen des Typs Boeing 777-300ER zehn Jahre oder länger im Flugbetrieb sein und damit für eine komplette Fahrwerksüberholung anstehen. Mit 25 Fahrwerkssätzen, die für führende Fluggesellschaften in Europa, dem Nahen Osten und Japan überholt wurden, hat LTLGS einen weltweiten Marktanteil von rund 70 Prozent für dieses Fahrwerksmuster.

Die LTLGS war außerdem das erste Instandhaltungsunternehmen weltweit, das Fahrwerke der Boeing 777-300ER überholt hat. Die Erfahrung und die Daten, die LTLGS während der bisherigen Überholungen sammeln konnte, ermöglichen es dem Unternehmen, für ihre Kunden eine genaue Durchlaufzeit zu planen. Als erster Anbieter auf dem Markt hat die LTLGS eine Lernkurve durchlaufen und so einen sehr stabilen Überholungsprozess für die Fahrwerke des zurzeit beliebtesten Boeing 777-Musters etabliert.

„Unsere Kunden erwarten langlebige Lösungen mit  einem Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Qualität im Flugbetrieb. Der Erfolg bei den bisher abgeschlossenen Instandhaltungsprogrammen für die Boeing 777-300ER gibt uns größtes Vertrauen, die Leistungsanforderungen unserer Kunden erfüllen können. Dies ist auch die Grundlage für unsere weitere Geschäftsentwicklung und die erwartete zukünftige Nachfrage für die Fahrwerksinstandhaltung der neuesten Flugzeugmuster", sagt Sandra Eckstein, Geschäftsführerin von Lufthansa Technik Landing Gear Services UK.

LTLGS bietet eine Fahrwerksüberholung für alle gegenwärtigen Boeing-Flugzeuge. Das Unternehmen unterstützt die Boeing 777 seit deren Markteinführung und hat in dieser Zeit nicht nur eine Fülle an technischer Kompetenz gewonnen, sondern auch umfangreiche Reparaturmöglichkeiten für diese Fahrwerke eingeführt. Seit 2003 wurden bei der LTLGS mehr als 200 Boeing 777-Fahrwerkssätze in allen Varianten und Gewichtsklassen überholt. 

05.04.2016

Gut vorbereitet für die technische Betreuung der Boeing 737 MAX

Voll ausgebautes Produktportfolio für den reibungslosen Betrieb

Wenn die neue Boeing 737 MAX im nächsten Jahr planmäßig den regulären Flugbetrieb aufnimmt, ist die Lufthansa Technik AG auf die technische Betreuung der jüngsten Baureihe der Boeing 737-Familie gut vorbereitet.

Aus Basis ihrer umfassenden Kompetenz in der Einführung neuer Flugzeugmuster stellt Lufthansa Technik für den reibungslosen Betrieb der Boeing 737 MAX vom ersten Tag an ein voll ausgebautes Produktportfolio zur Verfügung. Dazu gehört ein breites Spektrum von Instandhaltungsleistungen für Komponenten, das von der Einzelreparatur über Leih- und Tauschgeräte aus regionalen Ersatzteillagern bis hin zu umfassendsten Komplettlösungen reicht, den Total Support-Produkten.

Für die Betreiber der verschiedenen Boeing 737-Muster  bietet Lufthansa Technik schon heute ein umfangreiches Spektrum an weltweit verfügbaren Produkten und Services. So werden die in Kundennähe etablierten Ersatzteillager für die Boeing 737 der klassischen bzw. der aktuellen Next Generation-Versionen für die 737 MAX erweitert. Für die Betreiber des neuen Mittelstreckenflugzeugs bedeutet das die Verfügbarkeit einer Materialversorgung mit den hohen Qualitätsstandards der Lufthansa Technik sowie kurzen Reaktions- und Durchlaufzeiten.

Die Boeing 737 MAX wird exklusiv von Triebwerken des Typs CFM LEAP-1B angetrieben, deren Instandhaltung, wie die der heutigen CFM56-Motoren, ebenfalls zum Portfolio der Lufthansa Technik gehören wird.

Für den amerikanischen Kontinent, den größten Markt für die Boeing 737, bietet Lufthansa Technik speziell auf die dortigen Kundenanforderungen zugeschnittene Leistungen. Mit regionalen Kundendienstteams, Vertriebsbüros und Materialpools an verschiedenen Standorten auf dem Kontinent sowie einer rund um die Uhr besetzten Hotline für technische Defekte (Aircraft on Ground, AOG) mit Sitz im Süden Floridas trägt Lufthansa Technik der Bedeutung dieses Marktes Rechnung.

Auch das Tochterunternehmen Lufthansa Technik Component Services (LTCS) im Bundesstaat Oklahoma ist mit seinem breit gefächerten Leistungsportfolio für Flugzeugkomponenten gut aufgestellt – hierzu gehören insbesondere auch Tests, Reparatur und Überholung von Komponenten. Der neue Standort für Flugzeugüberholungen, Lufthansa Technik Puerto Rico, der im November 2015 den Betrieb aufgenommen hat, wird nord- und südamerikanischen Fluggesellschaften ab 2017 zusätzlich zur Airbus A320-Familie auch Überholungsdienstleistungen für Flugzeuge der Boeing 737-Reihe anbieten.

Bei der Einführung neuer Flugzeuge garantiert Lufthansa Technik als Integrator den reibungslosen Betrieb vom ersten Tag an. Die gesammelte Erfahrung und Kompetenz in der Einführung neuer Flugzeugmuster konnte Lufthansa Technik schon oft unter Beweis stellen, in der jüngeren Vergangenheit zum Beispiel bei der Einführung des Airbus A350 im Januar 2015 sowie bei der Flotteneinführung des Airbus A320neo bei der Lufthansa im Januar 2016. 

07.01.2016

Lufthansa Technik liefert zweite VVIP Boeing 747-8 aus

Flugzeug wurde an einen ungenannten Kunden ausgeliefert

Das Completion Center der Lufthansa Technik AG in Hamburg hat die VVIP Kabinenausstattung für die zweite Boeing 747-8 fertiggestellt. Das Flugzeug wurde jetzt an einen ungenannten Kunden ausgeliefert. Ein weiteres Flugzeug dieses Typs befindet sich in Arbeit. Lufthansa Technik hat zeitweise drei 747-8 parallel ausgestattet.

Das Unternehmen hat in der Vergangenheit vierzehn Flugzeuge der Vorgängermodelle der aktuellen Boeing 747-8 ausgestattet und ist damit industrieweit der führende Anbieter für diesen Flugzeugtyp. „Die Auslieferung dieser zweiten 747-8 ist für uns ein weiterer Meilenstein im Bereich VVIP-Ausstattung von Großraumflugzeugen. Wir haben ein hochmodernes Flugzeug mit individuellem Design, hochwertigen Materialien für höchste Ansprüche in puncto Exklusivität und Komfort ausgeliefert", so der Leiter des Geschäftsbereiches VIP & Executive Solutions, Walter Heerdt. „Die langjährige Erfahrung mit unterschiedlichen Flugzeugtypen, unsere Innovationsfähigkeit und die Passion unserer Mitarbeiter hat es uns ermöglicht, neue Standards zu setzen."

Die hochmoderne Gestaltung der 440qm großen Flugzeugkabine setzt sich stark vom klassischen Design ab. Neben vielen Neuerungen und Innovationen wurden zum Beispiel auch erstmalig Materialien verwendet, welche die Ingenieure vor große Herausforderungen stellten.
Das integrierte Kabinenmanagement- und Bordunterhaltungssystem bietet den modernsten Standard für Unterhaltung und Kommunikation. Dazu gehören unter andrem Breitband Internet, GSM, WLAN, Live TV und Satellitenkommunikation.

Lufthansa Technik betreut die Flugzeuge der Lufthansa und vieler internationaler Kunden, darunter auch eine große Anzahl von VIP- und Regierungsflugzeugen. Dadurch besitzt das Unternehmen fundierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung im Bereich Wartung und Instandhaltung unterschiedlichster Flugzeugtypen, darunter auch der Boeing 747 Familie.

Das Unternehmen bietet neben der Ausstattung von VIP Flugzeugen auch maßgeschneiderte Logistik- und Wartungsdienstleistungen für VIP Kunden an. Insgesamt wurden in diesem Geschäftsbereich der Lufthansa Technik bereits mehr als 80 Mittel- und Langstreckenflugzeuge ausgestattet. Ein Großteil befindet sich weiterhin in der Betreuung im Rahmen von Wartungs- und Logistikdienstleistungen. 

31.01.2017

Schnellste Internetverbindung nun auch an Bord eines Airbus A330

Zulassung für Integration „Ka-Band"-Internet-Verbindung A330

Die Lufthansa Technik AG hat am Standort Hamburg bereits das vierte VIP-Flugzeug mit der schnellsten Internetverbindung ausgestattet. Neben zwei Boeing 737-VIP und einem Airbus A340-VIP, zählt nun auch erstmals der Besitzer eines A330-VIP zu den Privatkunden weltweit, die die neue Breitband-Internetlösung im Frequenzbereich des Ka-Band nutzen können. Die Experten des Geschäftsbereiches VIP & Special Mission Aircraft Services rüsten aktuell einen Airbus A340 mit dieser Technologie aus. Weitere Ausstattungsverträge für VIP-Flugzeuge sind in der Akquise.

Die Einrüstung, Integration und Zulassung der derzeit schnellsten Internetverbindung an Bord ist für die Mannschaft der Lufthansa Technik inzwischen zur Routine geworden. Sogar zwei Tage früher als geplant wurde das Flugzeug an den Kunden übergeben.

„Dass die Einrüstung des Ka-Bands bei uns so reibungslos verläuft, zeigt, dass es uns mit unserem inzwischen großen Erfahrungsschatz und der Mustervielfalt gelungen ist, auf dem Markt der erste Ansprechpartner für eine Integrationslösung für das schnellste Connectivity-System zu sein", so Thomas Decher, Vice President VIP Maintenance & Modifications. „Mit dieser Expertise steigt unsere Attraktivität für unsere Kunden des VIP-Modifikationsgeschäfts am Standort Hamburg."

Lufthansa Technik integriert mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Flugzeug-Modifikation alle Systeme und Komponenten in die Flugzeuge. Dazu gehören neben dem physischen Einbau alle luftfahrt- und zulassungsrechtlich erforderlichen Arbeiten, die Planung des Umbaus, die Materialversorgung für den Umbau, die Herstellung diverser High-End-Komponenten wie zum Beispiel dem WLAN Access Point, die Materialversorgung im regulären Flugbetrieb wie auch die Reparatur defekter Komponenten. Vom inzwischen breiten Erfahrungsschatz der Lufthansa Technik im Bereich „Connectivity" profitieren die Kunden unter anderem durch kürzere Wartezeiten.

Darüber hinaus stattet Lufthansa Technik aktuell die Airbus A320-Familie des Lufthansa Konzerns mit der neuesten Ka-Band-Technologie aus. Pro Monat werden derzeit 32 Flugzeuge umgerüstet, bis Frühjahr 2018 werden es weit über 200 Flugzeuge sein.

Mittlerweile hält Lufthansa Technik Ergänzende Musterzulassungen (Supplement Type Certificates, STC) für die Airbus A320-Familie, den Airbus A330, den Airbus A340 sowie die Boeing 737-Familie für die Installation des Systems.

Zusätzlich hält Lufthansa Technik das STC für alle Boeing Business Jets BBJ1 (737-700) und BBJ2 (737-800) für das eigenentwickelte Antennen-Radom TIOS (Two-In-One-Solution), das ebenfalls die Nutzung von Ka-Band und damit optimales High-Speed-Internet und TV-Verbindungen an Bord ermöglicht. 

15.01.2015

Lufthansa Technik erhält Zulassung für die Wartung des Airbus A350

Bereit für A350-Instandhaltung rund ums Flugzeug

Passend zur Aufnahme des Flugbetriebs des neuen Airbus A350 nach Frankfurt hat die Lufthansa Technik AG eine Zulassung der europäischen Luftfahrtbehörde EASA (European Aviation Safety Agency) als Wartungsorganisation (Part 145) für das neue Großraumflugzeug erhalten. Der führende Anbieter von flugzeugtechnischen Dienstleistungen bietet ab sofort Routine Wartung Services in Frankfurt an.

„Wir freuen uns sehr über den Beginn des Flugbetriebs dieses neuen Flugzeugtyps und seiner vielversprechenden Technologien", so Wolfgang Weynell, Senior Vice President Corporate Sales der Lufthansa Technik. „Wir sind bestens auf die Instandhaltung der A350 mit ihren Kohlefaserstrukturen, modernsten Triebwerken und Systemen vorbereitet."

Lufthansa Technik bereitet sich seit langem akribisch auf die technische Unterstützung des Airbus A350 vor und steht in Frankfurt und München bereit, um Airlines mit einem umfangreichen Paket an Instandhaltungsleistungen zu versorgen. Dazu gehören neben der Durchführung von Routinechecks auch das Trouble Shooting und das Beheben von technischen Beanstandungen, das Software Management sowie der geplante und ungeplante Wechsel von Komponenten, Triebwerken und der Hilfsgasturbine (APU). Lufthansa Technik stellt bei Bedarf außerdem an beiden Drehkreuzen Ersatzteile bereit.

Im Rahmen ihres globalen Netzwerkes ist Lufthansa Technik zurzeit dabei, eine weltweite Materialversorgung mit Poolstandorten in Asien und Europa für die A350 aufzubauen. Die ersten Reparaturen von A350-Komponenten in den eigenen Werkstätten sind für 2015 vorgesehen. Diese Kapazitäten werden mit dem weltweiten A350-Flottenwachstum weiter kontinuierlich ausgebaut.

Darüber hinaus plant Lufthansa Technik die Lagerung beziehungsweise Bereitstellung von Reservetriebwerken des Typs Rolls-Royce Trent XWB sowie der Honeywell HGT1700 APU in beziehungsweise aus Frankfurt. So kann A350-Betreibern bei geplanten wie ungeplanten Motorwechseln schnell geholfen werden.

Die Deutsche Lufthansa wird ihre erste A350 in der zweiten Jahreshälfte 2016 in Dienst stellen und ihre gesamte A350-Flotte von der Lufthansa Technik in allen Aspekten der Flugzeuginstandhaltung betreuen lassen. 

08.02.2017

Komplette Betreuung des Airbus A350 für Airlines und VIP-Betreiber

Instandhaltung und Kabinenausstattung

Mit dem Beginn des Liniendienstes der A350 bei Lufthansa am 10. Februar aus München ist die Unterstützung des neuesten Airbus-Langstreckenflugzeuges bei Lufthansa Technik in vollem Gang. Das Unternehmen ist nicht nur für die Instandhaltung des Airbus A350 in allen Aspekten des Lebenszyklus bereit und lizensiert, sondern auch die erste Adresse für eine einzigartige VIP-Ausstattung der Flugzeugkabine.

Schon seit Beginn unterstützt Lufthansa Technik die Entwicklung des Airbus A350 mit einem besonderen Fokus auf die einfache Instandhaltung des Flugzeugs. Heute ist das Unternehmen vollständig bereit, Engineering und Wartung für die A350 zu leisten. Im Bereich der Materialversorgung deckt Lufthansa Technik einen Großteil der A350-Komponenten ab und arbeitet in vielen Fällen eng mit den Herstellern zusammen. Viele von Lufthansa Technik unterstützte Kundenflotten haben bereits eine sehr hohe technische Zuverlässigkeit erreicht.

Bereits Anfang 2017 hat Lufthansa Technik von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA (European Aviation Safety Agency) die Erweiterung ihrer Zulassung als Entwicklungsbetrieb für die A350 erhalten. Nach den EASA-Bestimmungen Part 21/J (Design Organisation Approval) ist Lufthansa Technik damit autorisiert, Reparaturen und Änderungen in beschränktem Umfang in eigener Verantwortung zu entwickeln und zuzulassen.

Zusätzlich hat Lufthansa Technik eine spezielle A350 Community mit dem Ziel ins Leben gerufen, Fluggesellschaften weltweit einen Austausch ihrer Erfahrungen mit der A350 zu ermöglichen, von dem alle profitieren. Der erste Workshop mit den Hauptthemen vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Materialversorgung und der A350 als vernetztes Flugzeug („e-Enabled") fand Ende 2016 statt.

Bereits auf der EBACE 2016 in Genf hat der Design-Bereich der Lufthansa Technik sein Kabinenkonzept für die A350 in der Ausführung als VVIP-Flugzeug vorgestellt. Das so genannte „Welcome Home"-Konzept setzt einen besonderen Schwerpunkt auf gesundheitliche Aspekte und das Wohlbefinden der Reisenden an Bord. Flexible Kabinenbereiche sorgen einerseits für Privatsphäre und schaffen andererseits den Raum, um wertvolle Zeit mit der Familien zu verbringen. Darüber hinaus sorgen modernste Kommunikationsmittel für optimale Konnektivität. 

06.10.2014

Umfassende technische Unterstützung für A350

Kompletter Life Cycle Support ab Produktionsbeginn

Pünktlich zum Markteintritt des Airbus A350 bietet Lufthansa Technik Betreibern des neuen zweistrahligen Großraumflugzeuges ein umfangreiches und flexibles MRO-Produktportfolio (Wartung, Reparatur und Überholung) für diesen Flugzeugtyp an.

Das Spektrum an Serviceleistungen reicht über den gesamten Lebenszyklus der A350. Es umfasst  die Produktionsüberwachung, Unterstützung bei der Aufnahme des Flugbetriebes, die Materialversorgung, die Wartung und das Wartungsmanagement sowie Ingenieursleistungen und die Triebwerksinstandhaltung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem IT-Management, da das Flugzeug und die Wartungssysteme deutlich stärker vernetzt sind, als bei den aktuellen Flugzeuggenerationen.

„Lufthansa Technik ist schon heute bestens auf die Instandhaltung der A350 mit ihren Kohlefaserstrukturen, modernsten Triebwerken und Systemen vorbereitet", so Wolfgang Weynell, Vertriebsleiter der Lufthansa Technik. „Auch kommt unseren A350 Kunden unsere Erfahrung bei der Wartung der technologisch ähnlich anspruchsvollen A380 in den letzten Jahren sehr zugute. Die erforderlichen Leistungen bei Ingenieurs- und Instandhaltungsservices mit den neuesten Werkstoff- und IT-Technologien gehören bei Lufthansa Technik heute bereits zur Routine. Die zur A350-Instandhaltung benötigte Infrastruktur steht und alle Vorbereitungsarbeiten laufen nach Plan."

Zur Erfahrung im Flug- und Wartungsbetrieb der A380 kommt ein umfassendes Engagement im A350-Entwicklungsprogramm. Bereits seit 2008 beteiligen sich Lufthansa Technik-Ingenieure im Auftrag der Lufthansa, die ihre ersten A350 noch in 2016 erhalten wird, an den Airline-Expertenteams, den so genannten Customer Focus Groups. Diese Teams unterstützen Airbus bei den zahlreichen Aspekten des Flugzeugdesigns – vom Flugbetrieb und der Instandhaltung bis zur Cockpitauslegung.

Ziel der Expertenbeteiligung ist es, für die A350 mit der ersten Auslieferung und vom ersten Tag im Liniendienst an einen hohen Reife- und Zuverlässigkeitsgrad zu erreichen. 

23.05.2016

Lufthansa Technik präsentiert VVIP-Kabine für den Airbus A350

Konzept fokussiert auf Gesundheit und Wohlbefinden an Bord

Auf der EBACE 2016 in Genf hat der Design Bereich der Lufthansa Technik sein Kabinenkonzept für den Airbus A350 in der Ausführung als VVIP-Flugzeug vorgestellt. Das so genannte »Welcome Home«-Konzept setzt einen besonderen Schwerpunkt auf gesundheitliche Aspekte und das Wohlbefinden der Reisenden an Bord. Flexible Kabinenbereiche sorgen einerseits für Privatsphäre und schaffen andererseits den Raum, um wertvolle Zeit mit der Familie zu verbringen. Darüber hinaus sorgen modernste Kommunikationsmittel für optimale Konnektivität.

VIP-Kunden haben oft einen ausgesprochen terminlich angespannten und hochmobilen Lebensstil. Daher hat Lufthansa Technik das Kabinendesign von »Welcome Home« konsequent optimiert, um eine perfekte Umgebung für die Erholung und Entspannung während der Reise zu schaffen.

„Dieses einzigartige VIP-Kabinenkonzept berücksichtigt nicht nur die Wünsche unserer Kunden, sondern zeugt auch von der Design- und Entwicklungskompetenz der Lufthansa Technik. Nach dem Motto ‚Angetrieben durch Design, bereichert durch technische Produktinnovationen‘ haben wir viele unserer eigenen Produkte in das Konzept integriert, wie den »chair« VIP-Flugzeugsitz, die Dampfdusche, oder unsere Induktions-Kochgelegenheit," sagte Wieland Timm, Vertriebsleiter für VIP & Special Mission Aircraft der Lufthansa Technik.

„Reisezeit sollte Qualitätszeit werden. Für viele unserer Kunden ist das ein seltenes Gut, und gerade die Familie kommt oft zu kurz. Ein fordernder Lebensstil, der häufiges Reisen und eine permanente Aufmerksamkeit für geschäftliche und andere Angelegenheiten erfordert, sollte einen Ausgleich durch wertvolle Zeiten mit der Familie und Erholung in einer angenehmen Atmosphäre erhalten. Unser »Welcome Home«-Konzept erfüllt diese unterschiedlichen Anforderungen perfekt."

„Hinter dem Konzept verbirgt sich weitaus mehr als nur eine gesunde Umgebung in einem Flugzeug. Unser Ziel ist es, ein Flugerlebnis zu schaffen, das den Reisenden entspannter und gestärkter am Ziel ankommen lässt, als er die Reise angetreten hat", ergänzte Michael Reichenecker, Innenarchitekt und Kabinendesigner der Lufthansa Technik, der die »Welcome Home«-Kabine entwickelt hat.

„Umgebung, Materialien, Qualität des Essens, Entspannung, Geräusche, Gerüche und andere Faktoren haben einen direkten Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden erfolgte über das Design ein Lösungsansatz, der verschiedene Eigenschaften kombiniert, die zu einem besseren Wohlbefinden an Bord führen können."

Aus diesem Grund lag eine Priorität beim Design darauf, von einer klassischen Aneinanderreihung rechteckiger Räume abzurücken und stattdessen flexiblere Kabinenbereiche zu schaffen. Diese können ganz nach Wunsch geöffnet und kombiniert werden, um Raum für gemeinsame Aktivitäten zu schaffen, andererseits aber auch komplett geschlossen werden, um eine vollständige Privatsphäre sicherzustellen.

Im vorderen Bereich des Flugzeugs, der hinsichtlich Flugzeugbewegungen und Lärm der ruhigste ist, wurde die so genannte „Family Flex Area" geplant. In diesem Kabinenbereich ist ein großer und luftiger privater Raum vergleichbar einer Hotelsuite untergebracht. Ein Büro ermöglicht darüber hinaus private Kommunikation sowie interaktive Videokonferenzen und lässt den VIP-Reisenden so bei Bedarf auch im Flug mitten unter seinem Stab sein.

In der Gästelounge verwöhnt ein Bildschirm in Filmleinwandgröße die Zuschauer an Bord. Hier kommt auch ein neues Beleuchtungskonzept zum Einsatz. Bei dem zum Patent angemeldeten „Living Lining"-Konzept der Lufthansa Technik werden die Decken und Kabinenwände selber zu Leuchtelementen. Einzelne Bereiche, beispielsweise die Decke über dem Esstisch, können besonders beleuchtet, andere Bereiche gezielt gedimmt werden. Möglich ist es auch, Wolkenimitationen zu erzeugen, die außerdem animiert sein können. Neben voreingestellten Beleuchtungseffekten kann auch jede individuelle Lichtsituation geschaffen werden.

»Welcome Home« setzt auch neue Standards im Hinblick auf die Zubereitung von gesundem Essen an Bord. So wurde auch der neue Induktionskochherd (Induction Cooking Platform) der Lufthansa Technik integriert, der die Zubereitung frischer Speisen an Bord ermöglicht. Zu der All-in-One-Solution, bei der alles aus einem Guss ist, gehören auch eine Stromversorgung, ein Abluftgebläse und eine spezielle Abdeckung, die sicherstellt, dass Töpfe und Pfannen auch bei Turbulenzen an ihrem Platz bleiben.

Im hinteren Bereich der Kabine befindet sich ein Wellness-Spa, das die Reisenden mit einer Anlage zur Luftbefeuchtung, einem entspannenden Dampfbad, einer Massagedusche und einer Massageliege erwartet. Die Massageliege kann bei Bedarf auch als Patiententransporteinheit (Patient Transport Unit) fungieren. Eine High-End-Audioanlage und individuelle Beleuchtungs- möglichkeiten lassen die Gäste rasch in eine entspannte Atmosphäre und Umgebung eintauchen.

Die gesamte Kabine mit ihren unterschiedlichen Bereichen erstreckt sich über rund 270 Quadratmeter. Das vorgestellte Konzept wurde ursprünglich zwar für den Airbus A350 entwickelt, das Design lässt sich aber auch flexibel auf andere Großraumflugzeuge adaptieren.

Ergänzend zu seinen Kabinendesign- und Ausbaukompetenzen im VIP Bereich für die A350, bietet Lufthansa Technik bereits verschiedenen kommerziellen Kunden ein breites Spektrum an Wartungs-, Reparatur- und Überholungsservices für diesen Flugzeugtyp an. 

18.02.2016

Unterstützung für Komponenten der A350 XWB-Triebwerksgondel

Langfristiger Vertrag mit UTC Aerospace Systems

Die Lufthansa Technik AG hat mit UTC Aerospace Systems, dem Hersteller der Triebwerksgondel des Airbus A350, einen langfristigen Vertrag unterzeichnet. Mit der Vereinbarung erweitert Lufthansa Technik ihre Leistungen für die Materialversorgung und die Instandhaltung von Komponenten der A350 XWB-Triebwerksgondel.

Lufthansa Technik bietet ihren Kunden jetzt die komplette Bandbreite an Leistungen rund um den Lebenszyklus der A350 XWB-Triebwerksgondel an: vom Triebwerkswechsel und Möglichkeiten zum Triebwerksleasing und -verleih bis hin zu hochwertigen Reparaturen und Modifikationen. Zudem gehören auch vom Hersteller zertifizierte Reparaturen vor Ort im Fall von ungeplanten technischen Störungen (Aircraft on Ground, AOG) zum Leistungsspektrum.

Michael Kirstein, Leiter des auf Verbundwerkstoffreparaturen spezialisierten Bereichs Airframe Related Components ARC® der Lufthansa Technik, sagte: „Die Vereinbarung zeugt von unserer sehr guten Beziehung mit UTC Aerospace Systems. Mit den neuen Kapazitäten für die A350 XWB-Triebwerksgondel können wir das umfangreiche Angebot von Lufthansa Technik für Verbundwerkstoffe weiter ergänzen. Unser Ansatz ist es immer, mit der Inbetriebnahme eines neuen Musters innovative Lösungen zu bieten."

Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der Reparatur von Verbundwerkstoffen für Verkehrsflugzeuge hat Lufthansa Technik das Know-how, ihre Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Triebwerksgondeln zu unterstützen – von der Inbetriebnahme über Gewährleistungs- und Vor-Ort-Services (On Wing) bis hin zu großen Reparaturen. 

01.02.2017

Lufthansa Technik schließt Restaufrüstung für ersten Lufthansa Airbus A350-900 ab

Ergänzende Musterzulassung (STC) der EASA liegt vor

Ein weiterer Meilenstein vor dem ersten Passagierflug der neuen Lufthansa A350-900 ist erreicht. Nach mehr als 1.700 Arbeitsstunden im Münchner Wartungshangar der Lufthansa Technik sind alle erforderlichen Restaufrüstungen erfolgt und die „Ergänzende Musterzulassung" (STC) liegt von der Europäischen Luftsicherheitsagentur (EASA) vor. Damit ist das Flugzeug technisch klar für die Aufnahme des Linienflugbetriebs.

„Insgesamt haben 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Teams mit Kollegen aus München, Hamburg und Frankfurt in den letzten drei Wochen am Flugzeug gearbeitet", erläutert Sven Pawliska, Leiter der Flugzeugwartung Langstrecke der Lufthansa Technik in der bayrischen Hauptstadt. „Die Einrüstung der neuen Premium Economy Class sowie die Installation des Self Service-Bereichs in der Business Class waren dabei die für den Passagier erkennbarsten Aufgaben."

Gleichzeitig wurde die Liegezeit für die Schulung weiterer Mitarbeiter auf dem neuen Flugzeugmuster genutzt. Fast 10.000 Lehrgangstage hat die Lufthansa Technik dafür in Summe investiert.

Das Wartungskonzept ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Münchner Flugzeugwartung und dem Engineering der Lufthansa Technik in Frankfurt entstanden. Zu Beginn der A350-Operations verlegen jetzt Ingenieure ihre Büros von Frankfurt nach München. Auch Mitarbeiter von Airbus, Rolls-Royce und Panasonic werden zur Unterstützung die ersten Wochen vor Ort sein, damit eine hohe technische Zuverlässigkeit von Anfang an sichergestellt ist. 

24.02.2016

„Frischzellenkur" für das Flaggschiff der Lufthansa-Flotte

Airbus A380 D-AIMA zurück aus großer Überholung

Nach 90.000 Arbeitsstunden und zwei Monaten Liegezeit ist mit der D-AIMA „Frankfurt" der erste Airbus A380 der Lufthansa zurück aus einer großen Überholung. Mit zwei kompletten Passagier-Decks und insgesamt 509 Sitzplätzen in vier Klassen stellte das größte Passagier-Flugzeug der Welt hohe Anforderungen während des IL-Checks bei Lufthansa Technik Philippines in Manila. Zuvor hatte das Flugzeug in 23.595 Flugstunden insgesamt 2.671 Flüge absolviert.

„Wir haben uns seit dem Frühjahr 2015 auf diese Liegezeit vorbereitet", sagt Rainer Janke, Leiter Marketing & Sales von Lufthansa Technik Philippines. „Bereits in den vergangenen Jahren haben wir einen großen Erfahrungsschatz auf dem Muster A380 aufbauen können – unter anderem im Rahmen großer Modifikationen."

Besondere Herausforderung bei diesem so genannten „Intermediate Layover" (IL-Check) war die Koordination der unterschiedlichen Gewerke. Insgesamt waren 180 Mitarbeiter an der D-AIMA im Einsatz. Neben der Struktur des Flugzeugs wurde auch die gesamte Kabine in den Spezialwerkstätten vor Ort komplett überholt und zeigt sich dem Fluggast jetzt wie neu.

Einen Monat nach der D-AIMA traf mit der D-AIMB die zweite Lufthansa A380 zum IL-Check in Manila ein. Damit waren parallel zwei Airbus A380 zur Überholung vor Ort. Die D-AIMB wird in den kommenden Wochen zurück in Deutschland erwartet.

Lufthansa Technik Philippines ist das Kompetenzzentrum der Lufthansa Technik für Überholungen der Muster Airbus A320, A330, A340 und A380. Mit der Boeing 777 kommt jetzt ein weiteres Muster hinzu.