Tankinspektion: Augen auf und durch

Generalüberholung bei einem Airbus A340
Auf Besichtigung im Tank

Bei einem Airbus A340 wird nach den ersten sechs Betriebsjahren eine Generalüberholung fällig. Im Rahmen dieses IL-Checks werden die Tanks von innen gründlich auf Lecks oder Schadstellen hin untersucht. Bestimmte Teile, wie beispielsweise die Tankwerksaufhängung, können nur von Fluggerätebauern und nur bei so genannten –Tankbegehungen– inspiziert werden. In Hamburg sind 220 Mechaniker qualifiziert, diese Besichtigung vorzunehmen.

Alle Jahre wieder müssen sich die Kollegen untersuchen lassen: Die ärztlichen Überprüfungen reichen von Klaustrophobie-Tests bis hin zur Gewichtskontrolle. Eine schlanke Taille ist nämlich ebenso erforderlich wie schmale Schultern, denn der Einstieg in den Tank erfolgt durch 60 mal 45 mal 25 Zentimeter kleine Löcher, die in das Innere einer Tragfläche führen. Dort lagern sechs voneinander getrennte Tanks, die zusammen bis zu 140.000 Liter Kerosin fassen können. Spezielle Berufskleidung – Overalls ohne Kragen und Taschen – vermeidet, dass sich die Mechaniker während der Arbeiten im Tank verfangen oder gar hängenbleiben. 

Auf dem Bauch zur Flügelspitze

Der Platz in einem Tank ist beengt: Zur Flügelspitze hin wird es knapp. Die Arbeiter liegen dort auf dem Bauch, da der Tank nur noch 30 Zentimeter hoch ist. Während ihrer Arbeit im Tragflächeninneren werden die Mechaniker von einem Kollegen begleitet, mit dem sie über ein verkabeltes Headset in Verbindung stehen. Nur so kann in Notsituationen sofortige Hilfe geleistet werden.

Bis zu fünf Stunden am Tag verbringen die Inspekteure im Tank, natürlich mit regelmäßigen Pausen. Die gesundheitliche Belastung wäre sonst viel zu hoch. Obwohl ein Tank mindestens acht Stunden nach Entleerung gelüftet wird, ist die Geruchsbelastung immens. Auch das Arbeiten mit dem pressluftbetriebenen Hammer ließe sich ohne Hörschutz nicht aushalten.