Sauber durch und durch

Triebwerkswäsche Cyclean® senkt Kosten und entlastet die Umwelt

Während des Flugbetriebes sammeln sich mit der angesaugten Umgebungsluft in den Triebwerken, insbesondere an deren Fan- und Verdichter-Schaufeln,  Verunreinigungen durch Insekten und Aerosole wie Sand, Staub, Pollen und Salze aus bodennahen Luftschichten. Dadurch arbeiten die Triebwerke thermisch weniger effizient und verbrauchen bei gleicher Leistung mehr Kerosin. Um die Triebwerke regelmäßig von diesen Verunreinigungen zu befreien, hat Lufthansa Technik bereits 2007 mit Cyclean® Engine Wash ein wasserbasiertes Verfahren zur Reinigung von Triebwerken entwickelt. 

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    Cyclean® Engine Wash: wasserbasiertes Verfahren zur Reinigung von Triebwerken
  • 2015_Cyclean_Bus
    Bis heute ist Cyclean® Engine Wash über 40.000mal durchgeführt worden.
  • 2015_Cyclean_Equipment
    Ein beweglicher 360 Grad-Waschkorb mit zwei Wasserdüsen wird auf den Triebwerkskopf aufgebracht.
  • 2015_Cyclean_Container
    Das Schmutzwasser wird mittels einer flexiblen Folie unterhalb des Triebwerkes komplett aufgefangen und in einen mobilen Wassertank geleitet.
  • 2015_Cyclean_Wash
    Cyclean® Engine Wash ist weltweit die einzig etablierte Triebwerkswäsche, die direkt am Gate durchgeführt werden kann.

Um die Triebwerke am Boden zu reinigen, wird auf den Triebwerkskopf zunächst ein beweglicher 360 Grad-Waschkorb mit zwei Wasserdüsen aufgebracht. Anschließend wird in das Triebwerk 70 Grad Celsius heißes Wasser mit einem Druck von 65 Bar gespritzt. Durch die direkte Penetration in den Triebwerksgasstrom werden sowohl die Schaufeln (Blades) des Fans als auch die der Niederdruck- und  Hochdruck-Verdichter optimal gereinigt. Das austretende Schmutzwasser wird mittels einer flexiblen Folie unterhalb des Triebwerkes komplett aufgefangen, in einen mobilen Wassertank geleitet und entsorgt.

Durch die regelmäßige Wäsche arbeiten die Triebwerke thermisch effizienter und verbrauchen bei gleicher Leistung durchschnittlich bis zu einem Prozent weniger Kerosin. Kunden, allen voran Airline-Betreiber, sparen so nicht nur Kosten für Kerosin, sondern mindern dauerhaft auch die Wartungskosten für die Triebwerke ihrer Flugzeugflotten. Darüber hinaus führt der deutlich geringere Kohlendioxid- und Stickoxid-Ausstoß zur Entlastung der Umwelt. Dank der ebenso leichten wie schnellen Installation des Waschkorbs dauert die gesamte Cyclean®-Wäsche weniger als eine Stunde.

Die Cyclean®-Triebwerkswäsche wurde 2007 ursprünglich für die Lufthansa Group entwickelt, doch bereits ein Jahr später auch erstmals weiteren Kunden angeboten. Im Jahre 2009 eröffnete Lufthansa Technik die erste Cyclean® Service-Station in Ontario, California (USA). Seitdem wurde das Stationsnetzwerk stetig erweitert. So kann die aktuell weltweit von über 45 Airline-Kunden genutzte Triebwerkswäsche seit Sommer 2014 auch an drei Flughäfen der Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai International, Dubai World Central und Sharjah) und seit Januar 2017 auch am Melbourne International Airport in Australien genutzt werden. Bis heute ist Cyclean® Engine Wash über 80.000 mal durchgeführt worden und weltweit die einzig etablierte Triebwerkswäsche, die sogar direkt am Gate durchgeführt werden kann. Lufthansa Technik bietet Cyclean® für alle aktuellen Triebwerksmuster der großen Hersteller General Electric, Pratt & Whitney, Rolls-Royce, CFMI und IAE an.

Da wegen der Vereisungsgefahr Triebwerkswäschen mit reinem Wasser nur bei Temperaturen von über fünf Grad Celsius möglich sind, hat Lufthansa Technik das Produkt zum Winter 2014/2015 weiterentwickelt und bietet seither mit einer neuen Anlage wasserbasierte Glykol-Wäschen an. Dadurch lassen sich Triebwerkswäschen nun auch bei Temperaturen von bis zu minus 10 Grad Celsius durchführen. Bis 2017 betreibt Lufthansa Technik zudem ein Forschungsprojekt, bei dem neben kleinen CO2-Trockeneispellets auch andere Strahlmittel zur Reinigung von Triebwerken erprobt werden.